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Langenhagen-Update: Klimaschutz, Schulbau und mehr im Fokus

Langenhagen-Update: Klimaschutz, Schulbau und mehr im Fokus

Im Februar 2026 setzte Langenhagen auf Klimaschutz, Schulbau und bürgernahe Politik. Erfahren Sie, was in diesem Monat wichtig war und welche Entwicklungen auf Sie zukommen.

Klima, Wohnen und Verkehr: Langenhagen im Fokus

Was diesen Monat wichtig war

  • Klimaneutralität bis 2035: Langenhagen hat klare Klimaschutzziele festgelegt – mit Zwischenzielen bis 2028 und einem ambitionierten CO₂-Reduktionskurs.
  • Wohnraumförderung: Bis 2028 sollen mindestens 80 neue Wohneinheiten im Innenstadtbereich entstehen, darunter 30 % geförderte Einheiten.
  • Ladeinfrastruktur ausgebaut: Mit 70 Ladepunkten bis 2030 hat Langenhagen einen Meilenstein im Klimaschutz erreicht.
  • Jugendbeteiligung gestärkt: Das Jugendparlament hat neue Projekte und Schwerpunkte für das Jahr 2026 vorgestellt.
  • Schulbauplanung konkretisiert: Der Neubau der IGS Süd und die Sanierungen an anderen Schulen schreiten voran.
  • Nein zu Großunterkünften: Der Stadtrat lehnte eine Erstaufnahmeeinrichtung mit 530 Plätzen ab und setzte stattdessen auf kleinere, dezentrale Lösungen.

Klimaschutz und CO₂-Reduktion: Ambitioniert und konkret

Langenhagen hat sich mit der Klimaneutralität bis 2035 ein ambitioniertes Ziel gesteckt. Der Stadtplanungs-, Bau-, Umwelt- und Klimaschutzausschuss hat dafür klare Umsetzungswege definiert. Bis 2028 sollen 50 % der CO₂-Einsparung im Vergleich zu 2020 erreicht sein. Aktuell liegt der CO₂-Ausstoß bei 100.000 t CO₂-Äquivalenten im Jahr (gegenüber 415.521 t im Jahr 2019).

Die Stadt hat zudem die Photovoltaik-Kapazitäten stark ausgebaut: Von 6,22 MW im Jahr 2020 auf 27,01 MW Ende 2025. Ziel ist es, jährlich mindestens 25 MW an PV-Leistung hinzuzufügen. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Klimaanpassungskonzepts, das Ende 2026 vorgestellt werden soll.

Schulbau: Fortschritte und Herausforderungen

Der technische Schulbauausschuss hat einen detaillierten Überblick über die laufenden Projekte gegeben. Der Neubau der IGS Süd ist weit fortgeschritten, mit Fertigstellungsterminen im 4. Quartal 2026. Auch die Grundschule Engelbostel und die Friedrich-Ebert-Schule sind in verschiedenen Bauphasen. Die Stadt plant zudem eine Sporthalle in Engelbostel, wobei die Finanzierung noch nicht finalisiert ist.

Ein zentrales Thema war auch die Sanierung der Leibniz IGS, insbesondere der Umkleiden. Nach Ablehnung eines Förderantrags müssen die Arbeiten verplant werden. Zudem wurde ein Nachhaltigkeitskonzept für den Neubau der IGS Langenhagen vorgestellt, das auf ReUse- und Recycling-Ideen setzt.

Bürgernähe: Jugendbeteiligung und Seniorenhilfe

Im Jugendparlament wurden neue Projekte und Schwerpunkte für das Jahr 2026 vorgestellt. Besonders hervorzuheben ist die Einwohner/innenfragestunde, in der konkrete Anliegen der jungen Bevölkerung aufgenommen und beantwortet wurden. Ziel ist es, die Beteiligung junger Menschen an der städtischen Politik weiter zu stärken.

Im Beirat für Menschen mit Behinderungen wurde eine neue Geschäftsordnung verabschiedet. Zudem wurde eine Verfahrenslotsin vorgestellt, die Kinder und Jugendliche mit Behinderungen bei der Beantragung von Leistungen unterstützt. Diese Maßnahmen zeigen, wie Langenhagen die Inklusion aktiv vorantreibt.

Kritische Entscheidungen: Nein zu Großunterkünften

Der Stadtrat hat sich eindeutig gegen die Errichtung einer Erstaufnahmeeinrichtung mit 530 Plätzen in der Emil-Berliner-Straße ausgesprochen. Stattdessen fordert der Rat kleinere, dezentrale Lösungen und Standorte außerhalb dichter Siedlungsstrukturen. Zudem wurde eine Resolution an das Niedersächsische Innenministerium und an die Landesaufnahmebehörde NI weitergeleitet.

Diese Entscheidung unterstreicht die Rolle Langenhagens als bürgernahe Stadt, die ihre Wohnqualität und soziale Struktur aktiv schützt.

Ausblick und Zusammenfassung

Der Februar 2026 war in Langenhagen geprägt von Klimaschutz, Schulbau und bürgernaher Politik. Die Stadt hat klare Ziele gesetzt und ist dabei, sie konkret umzusetzen. Obwohl Herausforderungen wie der fehlende Förderantrag für die Leibniz IGS oder der Streit um die Erstaufnahmeeinrichtung auftraten, bleibt Langenhagen auf Kurs. Im März werden weitere Projekte, wie die Präsentation des Nachhaltigkeitskonzepts für die IGS Langenhagen und die Auswertung der Klimaanpassungsworkshops, folgen.

Langenhagen beweist, dass Nachhaltigkeit, Bildung und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können – und das nicht nur in der Theorie, sondern in der konkreten Umsetzung.

Quellen

Sitzung

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