Hannover investiert in Kunststoffrasenplätze – Fokus auf Sportinfrastruktur im Februar 2026
Im Februar 2026 hat die Stadt Hannover entschieden, zwei neue Kunststoffrasenplätze für Vereine im Stadtgebiet zu errichten. Im Rahmen des Kunststoffrasenplatzprogramms wurden die Sportanlagen des TSV Fortuna Sachsenross und TSV Limmer ausgewählt. Der Entscheidung liegt eine umfassende Nutzwertanalyse zugrunde. Dieser Beitrag beleuchtet die Hintergründe, die Kriterien und die Auswirkungen dieser Entscheidung.
Sportentwicklung in Hannover: Das Kunststoffrasenplatzprogramm im Fokus
Die Stadt Hannover setzt im Jahr 2026 verstärkt auf die Modernisierung der Sportinfrastruktur. Im Zentrum steht dabei das sogenannte Kunststoffrasenplatzprogramm, das im Februar 2026 mit der dritten Bewerbungsrunde einen Meilenstein erreicht hat. In der 34. Sitzung des Ausschusses für Sport, Bäder und Eventmanagement wurden die Standorte für zwei neue Kunststoffrasenplätze festgelegt.
Die Auswahl der Sportvereine: Nutzwertanalyse als Entscheidungshilfe
Die Stadt Hannover hat in der dritten Bewerbungsrunde insgesamt 12 Anträge auf die Errichtung von Kunststoffrasenplätzen erhalten. Nach einer sorgfältigen Prüfung und Bewertung wurden letztendlich zwei Vereine ausgewählt: der TSV Fortuna Sachsenross und der TSV Limmer. Beide Vereine verfügen über weibliche Fußballmannschaften, was als relevanter sozialer Aspekt gewertet wurde.
Die Entscheidung basiert auf einer detaillierten Nutzwertanalyse, die verschiedene Bewertungskriterien berücksichtigt:
- Auslastung der Sportanlagen, insbesondere im Winterhalbjahr
- Bauliche Voraussetzungen wie Spielfeldmaße, Baugrund und Überschwemmungsrisiken
- Mitgliederzahlen und Jugendquote
- Haushaltslage des Vereins
- Sozialräumliche Faktoren, wie Zugänglichkeit und Bevölkerungsstruktur
Ein zentrales Bewertungskriterium war die Auslastung im Winterhalbjahr, da Kunststoffrasenplätze im Vergleich zu Naturrasen eine höhere Nutzbarkeit in der kalten Jahreszeit ermöglichen. Diese Fehlbedarfe wurden bereits in der Sportraumentwicklungsplanung 2016 identifiziert.
Kriterien und Herausforderungen: Was zählt und was nicht
Nicht alle Bewerber konnten berücksichtigt werden. Drei Vereine – Hannoverscher Sportverein v. 1896, Turn- und Sportverein Ricklingen v. 1896 und FV von 1897 Linden – wurden aufgrund von Überschwemmungsrisiken ausgeschlossen. Darüber hinaus spielte die Kostenbeteiligung eine Rolle: Vereine, die nicht in der Lage sind, den Eigenanteil für Wartungskosten zu leisten, fallen unter ein K.O.-Kriterium.
Die Kosten für den Bau eines Kunststoffrasenplatzes liegen durchschnittlich bei 1,2 Millionen Euro. Für die dritte Bewerbungsrunde wurden 1 Million Euro im Doppelhaushalt 2025/26 eingeplant, mit weiteren Mitteln für 2027 und 2028.
Zukunft der Sportinfrastruktur: Was kommt nach der Entscheidung?
Nach dem Beschluss wird die Verwaltung mit der konkreten Planung der beiden Kunststoffrasenplätze beginnen. Diese Projekte werden in weiteren Beschlussdrucksachen vorgelegt und durchlaufen somit einen weiteren Planungs- und Genehmigungsprozess.
Die Investition in Kunststoffrasenplätze ist ein Schritt, um die Sportinfrastruktur in Hannover nachhaltig zu stärken, insbesondere in Bezug auf Gleichstellung, Jugendförderung und Wettersicherheit. Die Stadt will auch zukünftig Sportvereinen helfen, sich in ihrer Entwicklung zu stabilisieren und neue Mitglieder zu gewinnen.
Ausblick: Mehr Investitionen und digitale Unterstützung für Vereine
Neben der Sportinfrastruktur hat der Ausschuss für Sport, Bäder und Eventmanagement auch beschlossen, die digitale Abwicklung von Sondernutzungen zu verbessern. Eine digitale Antragsoberfläche für Veranstaltungen, Marktstände und andere Sondernutzungen wird eingerichtet. Dies könnte auch für sportliche Events von Vorteil sein.
Außerdem wird es klarere Regelungen für Sicherheitskonzepte und Elektrokleinstfahrzeuge geben, was die Infrastruktur für sportliche Aktivitäten und Veranstaltungen weiter professionalisiert.
Fazit
Die Entscheidung für zwei neue Kunststoffrasenplätze in Hannover ist ein Meilenstein in der Stadtplanung und Sportentwicklung. Sie zeigt, wie die Stadt gezielt auf Fehlbedarfe reagiert und gleichzeitig soziale und sportliche Chancengleichheit fördert. Mit einer transparenten und fairen Bewertungsmethode bleibt Hannover ein attraktiver Standort für Vereine und Sportler – auch in den kommenden Jahren.
Quellen
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