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Jugendpolitik in Göttingen: Fokus auf Partizipation, Kita-Finanzierung und soziale Arbeit

Jugendpolitik in Göttingen: Fokus auf Partizipation, Kita-Finanzierung und soziale Arbeit

Im Februar 2026 standen in Göttingen jugendpolitische Initiativen, die Finanzierung der Kindertagesstätten und die weitere Entwicklung der sozialraumorientierten Arbeit im Fokus. Das Jugendparlament und der Jugendhilfeausschuss setzten sich mit zentralen Themen wie Rassismus, Mülltrennung und Klimaschutz auseinander.

Jugendparlament: Aktive Partizipation und neue Projekte

Im Februar 2026 tagte das dritte Göttinger Jugendparlament am 11. Februar und bereitete sich auf die bevorstehende Anti-Rassismus-Woche vom 16. bis 29. März 2026 vor. Mit dem Vorschlag eines Sommerempfangs durch Tomke und der Gründung einer neuen Projektgruppe für Klimaschutz zeigte das Parlament seine breiten thematischen Horizonte. Zudem stellte die Projektgruppe „Stolpersteine“ einen Bericht über eine Reinigungsaktion vor, was die Auseinandersetzung mit Geschichte und Erinnerungskultur unterstreicht.

Im Rahmen der Sitzung wurde auch die Mülltrennung in Schulen diskutiert – ein Thema, das nicht nur ökologische, sondern auch pädagogische und organisatorische Aspekte berührt. Die aktive Kommunikation über Social Media und der Fokus auf Interviews sowie Promotion zeigen, wie das Jugendparlament versucht, junge Menschen zu erreichen und einzubinden.

Jugendhilfeausschuss: Kita-Beiträge und soziale Arbeit in den Ortsteilen

Der Jugendhilfeausschuss setzte sich am 12. Februar 2026 mit mehreren bedeutenden Themen auseinander. Ein zentrales Anliegen war die Förderung der Jugendarbeit in den Ortsteilen durch den Jugendhilfetopf. Die B’90/Die Grünen-Ratsfraktion forderte klare und transparente Vergabekriterien, um die Mittel zweckgerecht einzusetzen. Die Verwaltung wurde beauftragt, diese Kriterien zu entwickeln und dem Ausschuss vorzulegen – ein Schritt hin zu mehr Nachvollziehbarkeit in der Jugendförderung.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erprobung der sozialraumorientierten Arbeit im Sozialraum Leine. Ziel ist ein niedrigschwelliger Zugang zu sozialen Dienstleistungen für Familien und Jugendliche. Die Auswahl des Schwerpunktträgers erfolgt über ein Interessenbekundungsverfahren, bei dem eine Bewertungsmatrix zur objektiven Beurteilung der Bewerbungen herangezogen wird. Die Kriterien umfassen Trägerkompetenz, Konzeptionelle Inhalte, Netzwerkarbeit und Qualität – was auf eine strukturierte und transparente Auswahlprozess hindeutet.

Kita-Beiträge: Erhöhung und finanzielle Auswirkungen

Zudem wurde die Änderung der Entgeltordnung für Kindertagesstätten beschlossen, die ab dem 01. August 2026 in Kraft tritt. Die monatlichen Betreuungsentgelte sowie die Einkommensgrenzen werden um 3 % erhöht, um gestiegene Personal- und Sachkosten zu kompensieren. Die finanziellen Auswirkungen für das Kita-Jahr 2026/2027 belaufen sich auf 17.900 € Mehrerträge. Diese Anpassung wurde am 13. Februar 2026 von der Oberbürgermeisterin genehmigt und ist Teil der städtischen Budgetplanung für Kinderbetreuung.

Die Erhöhung der Beiträge wirkt sich auf verschiedene Betreuungszeiten aus – vormittags, dreivierteltags, ganztags und nachmittags – und berücksichtigt die Kostenstruktur der Einrichtungen. Die Einkommensgrenzen für Staffelstufen 2 bis 7 wurden entsprechend angepasst, um Wechsel in höhere Beitragsstufen zu vermeiden.

Ausblick: Jugendpolitik in Bewegung

Die Entwicklungen des Februars 2026 zeigen, dass Göttingen Jugendpolitik als dynamisches und vielschichtiges Feld begreift. Mit dem Jugendparlament, dem Jugendhilfeausschuss und der Finanzierung der Kita-Systeme wird versucht, jugendliche Interessen aktiv mit einzubeziehen und gleichzeitig soziale Strukturen zu stärken. Die Diskussionen um Klimaschutz, Rassismus und soziale Arbeit in den Ortsteilen unterstreichen, dass Jugendpolitik in Göttingen nicht isoliert betrachtet, sondern in die größeren gesellschaftlichen Themen eingebettet ist.

Quellen

Sitzung

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