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Jugendpolitik in Göttingen: Ausbau der Schulsozialarbeit und Ortsteilförderung im Fokus

Jugendpolitik in Göttingen: Ausbau der Schulsozialarbeit und Ortsteilförderung im Fokus

Im März 2026 standen in Göttingen wichtige Entscheidungen zur Jugendpolitik an. Der Ausbau der Schulsozialarbeit im Projekt LISA sowie die Förderung der Jugendarbeit in den Ortsteilen waren zentrale Themen. Zudem diskutierten die Gremien über sozialraumorientierte Kinder- und Jugendhilfe.

Ausbau der Jugendhilfe: März 2026 in Göttingen

Die Stadt Göttingen hat sich in den letzten Jahren verstärkt auf die Bedürfnisse junger Menschen konzentriert. Im März 2026 standen mehrere zentrale Entscheidungen an, die die Zukunft der Jugendpolitik in der Region prägen könnten. Insbesondere der Ausbau der Schulsozialarbeit und die Verbesserung der Jugendarbeit in den Ortsteilen rückten ins Rampenlicht.

Ausbau der Schulsozialarbeit: Projekt LISA

Ein zentraler Antrag des Jugendhilfeausschusses betraf den Ausbau der Schulsozialarbeit im Projekt LISA (Lern- und Integrationsförderung an Schulen). Gemeinsam von den Ratsfraktionen B’90/Die Grünen und SPD eingebracht, zielt der Antrag darauf ab, die Zahl der Schulsozialarbeiter*innen in Göttingen zu erhöhen, um soziale und psychosoziale Unterstützung an Schulen nachhaltig zu stärken.

Die Diskussionen im Ausschuss betonten, dass die Zahl der Jugendlichen mit psychischen Belastungen und sozialen Risiken weiter steige. Gleichzeitig würden Ressourcen an Schulen oft nicht ausreichen, um alle Bedarfe abzudecken. Der Ausbau von LISA ist daher nicht nur ein pädagogisches, sondern auch ein sozialpolitisch wichtiges Signal.

Förderung der Jugendarbeit in den Ortsteilen

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Förderung der Jugendarbeit in den Göttinger Ortsteilen. Der Antrag der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion forderte eine Überarbeitung der Vergabekriterien für den Jugendhilfetopf, um die Arbeit in den Randbezirken der Stadt gezielter zu unterstützen.

Die aktuelle Verteilung der Mittel wird kritisch gesehen, da einige Ortsteile in der Vergangenheit weniger Förderung erhielten, obwohl sie dringender Bedarf an Jugendarbeit bestand. Der Vorschlag zielt darauf, eine transparentere, bedarfsgerechte Verteilung zu ermöglichen, die auch kleinere Initiativen und Vereine stärker einbezieht.

Sozialraumorientierte Kinder- und Jugendhilfe

Ein weiteres Thema war das Kurzkonzept zur sozialraumorientierten Kinder- und Jugendhilfe. Dieses Konzept soll den Ansatz verfolgen, Jugendhilfe nicht nur institutionell, sondern vor allem im sozialen Umfeld der Kinder und Jugendlichen zu verankern. Ziel ist es, lokale Netzwerke zu stärken und die Integration von Hilfen in den Alltag junger Menschen zu verbessern.

Die Diskussionen in der Stadt zeigten, dass es hier noch viele Herausforderungen gibt, insbesondere bei der Koordination zwischen verschiedenen Trägern der Jugendhilfe. Dennoch wird der Ansatz als zukunftsweisend angesehen, da er die individuelle Lebenswelt junger Menschen stärker berücksichtigt.

Blick in die Zukunft: Was folgt?

Die Entscheidungen aus März 2026 bilden eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung der Jugendpolitik in Göttingen. Der Ausbau der Schulsozialarbeit und die stärkere Förderung der Jugendarbeit in den Ortsteilen könnten dazu beitragen, die Lebensqualität junger Menschen nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig bleibt es entscheidend, die sozialraumorientierte Kinder- und Jugendhilfe als langfristige Strategie zu etablieren.

Die nächsten Sitzungen des Jugendparlaments und des Jugendhilfeausschusses werden zeigen, ob diese politischen Vorschläge in die Praxis umgesetzt werden können – und ob sie die Erwartungen der jungen Göttinger*innen erfüllen.

Quellen

Sitzung

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