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März 2026: Wohnraum, Feuerwehr und Gremiumsneuaufstellung in Buchholz

März 2026: Wohnraum, Feuerwehr und Gremiumsneuaufstellung in Buchholz

Der März in Buchholz brachte wichtige Entscheidungen zu Wohnraumentwicklung, Klimaschutz, Feuerwehrpersonal und Gremiumsstruktur. Hier die wichtigsten Entwicklungen im Überblick.

Stadtentwicklung und Klimaschutz im Fokus

Wohnraum Ost-West: Stadteingang wird neu geplant

Die Stadt Buchholz hat im März entscheidende Schritte in der Planung des Stadteingangs West entlang der Bremer Straße getan. Der Rahmenplan wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität einstimmig beschlossen, wobei sich die Planung auf Variante 1 festlegt. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers mit bis zu 580 Wohneinheiten, davon 350–400 südwestlich der Bremer Straße. Besonderes Augenmerk liegt auf umweltfreundlicher Erschließung durch Fuß- und Radwege sowie ÖPNV-Anbindung.

Neben den Wohnungen sind vereinseigene Räume und ein Nahversorger vorgesehen. Allerdings wird auf eine wohnortnahe Grundschule verzichtet. Für die Umsetzung wurden Gutachten wie Verkehrsgutachten, Biotoptypenkartierung und faunistische Analysen beauftragt, die im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Die juristischen Grundlagen der Planung umfassen unter anderem das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und das Niedersächsische Wohnraum- und Wohnquartierfördergesetz (NWoFG). Die Planungsschritte folgen den Vorgaben der Gemeindeordnung und der Kommunalverwaltungsgesetze.


Klimaschutz: „Abpflastern“-Programm gestartet

Im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit hat die Stadt ein neues Programm gestartet: „Abpflastern“. Ziel ist es, Flächen zu entsiegeln, um Regenwasser aufzunehmen, Biodiversität zu fördern und die lokale Wärmeinselwirkung zu reduzieren. Das Programm wird in Kooperation mit Initiativen und Beratungsstellen durchgeführt und umfasst Aktionstage, Beratungen sowie die Nutzung von Fördermitteln.

Die Verwaltung wird bis Ende Juni 2026 einen Bericht über den Umsetzungsstand erstellen. Bürger*innen, die Flächen entsiegeln möchten, können sich an das Rathaus wenden oder an Aktionstagen teilnehmen.


Feuerwehr: Personalwechsel und neue Strukturen

In der Freiwilligen Feuerwehr gab es personelle Anpassungen: Herr Ron Ludwig wurde komm. stellvertretender Stadtbrandmeister, und neue Ortsbrandmeister wurden in Trelde, Dibbersen und Sprötze ernannt. Gleichzeitig wurden mehrere Ämte bei Herrn Christian Matzat aufgelöst.

Die Personalwechsel spiegeln die anhaltenden Herausforderungen in der Betreuungskapazität der Feuerwehren wider. Die Stadt setzt auf jungen Nachwuchs und engagiert sich im Bereich der jugendlichen Veranstaltungen, bei denen künftig vereinfachte Genehmigungsverfahren gelten.


Finanzen und Gremien: Haushalt und Strukturwechsel

Haushaltskonsolidierung und Grundstücksgeschäfte

Der Nachtragshaushalt 2026 wurde beschlossen, um die Haushaltskonsolidierung voranzutreiben – insbesondere im Zusammenhang mit der östlichen Umfahrung (Ostring). Die Stadt hat zudem beschlossen, Grundstücke in der Steinstraße, Schierhorner Straße und Müllerstraße zu veräußern.

Ein weiteres Projekt ist die Eigenkapitalerhöhung der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (KWG) in Höhe von 948,944,947 Euro, was die Stabilität und Investitionsfähigkeit der Wohnbaugesellschaft stärken soll. Für Grundstücksgeschäfte ab 10.000 Euro ist künftig die Zustimmung des Verwaltungsrates erforderlich.


Gremienstruktur: Neuaufteilung und neue Fraktionen

Im März gab es auch eine Neuaufteilung der Gremien und Fraktionen im Rathaus. Zwei Mitglieder der Buchholzer Liste, Christoph Selke und Grit Weiland, gründeten gemeinsam mit Gudrun Eschment-Reichert die neue Fraktion „WIR für Buchholz“ (WfB). Damit verlor die Buchholzer Liste zwei Sitze, während die CDU zusätzliche Sitze in mehreren Gremien gewann.

Die Sitzverteilung in mehreren Ausschüssen wurde neu berechnet, und die Zugriffsrechte auf Ausschussvorsitze neu verteilt. Die CDU erhielt vier Zugriffsrechte, die GRÜNE und die Gruppe SPD/die Linke je zwei, und die FDP einen Zugriff. Zudem wurde Bernhard Unger aus der CDU-Fraktion ausgetreten, was ebenfalls in die Sitzverteilung einbezogen wurde.


Bürger*innen und Infrastruktur: Nahversorgung und Beleuchtung

Benennungen und Infrastrukturverbesserungen

Im März wurden mehrere Platzbenennungen beschlossen: Der Bahnhofsvorplatz wird künftig nach der Partnerstadt Brody benannt, und der Hindenburgweg erhält eine verbesserte Beleuchtung. Zudem wird ein neuer Platz benannt: „Janusz-Korczak-Platz“, zu Ehren des polnischen Pädagogen.

Auch bei der Infrastruktur gab es Verbesserungen: Es wird geprüft, ob Litfaßsäulen-Toiletten in der Stadt sinnvoll sind, um die städtische Sanitäreinrichtung zu optimieren. Zudem wurde die Gebührenanpassung für Parkscheinautomaten (ParkGO) beschlossen.


Überblick: Was diesen Monat wichtig war

  • Neue Wohnquartiere entlang der Bremer Straße geplant (bis zu 580 Wohneinheiten).
  • „Abpflastern“-Programm gestartet zur Flächenentsiegelung und Klimaschutz.
  • Feuerwehrpersonalwechsel und neue Strukturen in den Ortswehren.
  • Haushaltskonsolidierung und Veräußerung von Grundstücken beschlossen.
  • Neuaufteilung der Gremien und Gründung der neuen Fraktion „WIR für Buchholz“.

Ausblick

Der April verspricht weitere bauliche und organisatorische Entwicklungen, insbesondere in der Umsetzung des Stadteingangs West und den Gutachten zur Umweltverträglichkeit. Die neue Fraktionslandschaft wird sich in den Ausschüssen zeigen, und die Finanzplanung für 2026 wird zunehmend konkret.

Bürger*innen sind aufgerufen, sich an Aktionstagen wie dem „Abpflastern“-Programm zu beteiligen und bei Planungen wie dem Stadteingang West ihre Meinung einzubringen. Die Stadt Buchholz bleibt weiterhin in Bewegung – für mehr Wohnraum, Klimaschutz und Partizipation.

Quellen

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