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Taunusstein im März 2026: Verkehr, Bürgerbeteiligung und Ortsentwicklung im Fokus

Taunusstein im März 2026: Verkehr, Bürgerbeteiligung und Ortsentwicklung im Fokus

Im März 2026 standen in Taunusstein die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans, die Zukunft der Ortsbeiräte und verschiedene Bürgerinitiativen im Vordergrund. Erfahren Sie, welche Entscheidungen für die Stadt und ihre Bürger_innen besonders relevant sind.

Verkehr und Ortsentwicklung im Fokus

Was diesen Monat wichtig war

  • Der Verkehrsentwicklungsplan 2030 ist in der finalen Phase: Er wird nach der Wahl des neuen Kommunalparlaments beschlossen.
  • Die Bürgerbeteiligung ist stärker denn je: Ortsbeiräte und Seniorenbeirat setzen sich für mehr Transparenz und bessere Infrastruktur ein.
  • Der Wochenmarkt wird neu belebt: Ein Testlauf ist für den Sommer 2026 geplant.
  • Bürgerwald und Bürgerfest sind neue Schwerpunkte: Der Runde Tisch Bürgerwald und die Planung des Bürgerfestes in Bleidenstadt laufen auf Hochtouren.
  • Finanzplanung der Stadtwerke ist transparenter: Der Wirtschaftsplan 2026 wurde veröffentlicht.

Verkehrsentwicklungsplan 2030: Richtung Zukunft

Die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans 2030 (DRS. 11/175-30) war in mehreren Ortsbeiräten ein zentrales Thema. Der Plan berücksichtigt veränderte demografische, verkehrliche und strukturelle Rahmenbedingungen und enthält ein neues Handlungsfeld „Mobilitätsmanagement“.

In Wingsbach wurde beispielsweise ein Antrag auf eine Fahrradstraße im Bornpfad beraten, der auf die Prüfung durch die Verwaltung hinauslief. In Seitzenhahn und Niederlibbach wurde ebenfalls auf die Bedeutung von ortsbezogenen Verkehrslösungen hingewiesen.

Ein endgültiger Beschluss über das Zielsystem und Maßnahmenkonzept ist für nach der Konstituierung der neuen Stadtverordnetenversammlung vorgesehen. Die Einbindung der Ortsbeiräte und Fraktionen ist dabei zentral.

Bürgerbeteiligung und Ortsbeiräte: Stärkung der Partizipation

Die Ortsbeiräte in Taunusstein setzen sich aktiv für mehr Bürgerbeteiligung ein. In Orlen wurde beispielsweise ein Auftakttreffen zur Dorfmoderation am 6. Mai 2026 angemeldet, und eine Steuerungsgruppe aus drei Stadtteilen wird gebildet.

In Hambach wurde beschlossen, die „Schleppliste Hambach“ nach Abarbeitung der offenen Punkte aufzulösen und künftig den Mängelmelder für Ortsbeiräte zu nutzen. In Niederlibbach wurde ein Antrag zur Ergänzung der Entschädigungssatzung beraten, der es ermöglichen soll, Mitglieder des Seniorenbeirats oder der Integrationskommission bei Beratungen einzuladen.

Der Seniorenbeirat war ebenfalls aktiv: Er setzte sich für den Fortbestand der Seniorenclubs, den behindertengerechten Ausbau der Bushaltestellen und den Wechsel der Vorsitzenden ein. Zudem wurde eine Förderung von 69.896 € für den Umbau der Leitstelle Älterwerden genehmigt.

Bürgerfest, Bürgerwald und Glasfaser: Neue Projekte in der Umsetzung

In mehreren Ortsbeiräten wurde die Planung des Bürgerfestes in Bleidenstadt am 27./28. Juni 2026 vorangetrieben. In Hahn wurde der Beschlussvorschlag zum Neustart des Wochenmarktes einstimmig angenommen. Ein Testlauf ist für den Sommer 2026 geplant, und bis März 2027 ist ein Bericht an die Stadtverordnetenversammlung zu erstellen.

Der Runde Tisch Bürgerwald tagte erstmals öffentlich und beschloss, keine Eigenjagdbezirke einzurichten. Die Beförsterung des Stadtwaldes bleibt bei HessenForst. Zudem wurde auf die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) Bezug genommen.

In Watzhahn wurde die Glasfaserförderung thematisiert, und in mehreren Stadtteilen ist die Vermittlung von Glasfaseranschlüssen im Mehrgenerationenhaus geplant. Die Stadt hat die Aufnahme in die Bundesförderung erreicht.

Finanzen und Infrastruktur: Transparenz und Investitionen

In der Stadtverordnetenversammlung wurde der Wirtschaftsplan 2026 der Stadtwerke Taunusstein besprochen. Die Finanzen zeigen einen positiven Trend: Das Jahresergebnis beträgt 1.049.063 €, und die Deckungsmittel liegen bei 6.825.573 €.

In mehreren Stadtteilen wurden auch Investitionen in die Infrastruktur geplant: In Hambach wird eine Holztafel mit der Aufschrift „Hambacher Markt“ angeschafft. In Wehen ist ein Antrag auf eine Fahrradstraße im Bornpfad unter Prüfung. In Seitzenhahn wird ein Dringlichkeitsantrag zur Nutzung des Feuerwehrgerätehauses beraten.

Überblick: Herausforderungen und Chancen

Die Themen Verkehr, Bürgerbeteiligung und Infrastruktur durchziehen die Entscheidungen des vergangenen Monats. In den Ortsbeiräten wird deutlich, dass die Zukunft der Kommune nicht nur von politischen Entscheidungen, sondern auch von Bürgernähe und Transparenz abhängt.

Die Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans ist ein zentraler Meilenstein, der die Mobilität der Zukunft in Taunusstein prägen wird. Gleichzeitig zeigen die Initiativen wie der Bürgerwald, der Wochenmarkt oder das Bürgerfest, dass die Stadt ihre Identität stärkt und zukunftsfähig bleibt.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war in Taunusstein geprägt von konkreten Entscheidungen und zukunftsorientierten Projekten. Der Verkehrsentwicklungsplan steht im Mittelpunkt, aber auch die Bürgerbeteiligung und die Infrastrukturentwicklung sind wichtige Themen.

Im April werden die Prüfungen der Bolzplätze und die Umsetzung der Dorfmoderation fortgesetzt. Die Finanzplanung und die Bürgerbeteiligung bleiben zentrale Themen. Zudem wird die Stadtverordnetenversammlung über mehrere Anträge entscheiden, darunter über die Abschaffung der Straßenbeiträge.

Taunusstein bewegt sich auf einem kohärenten Kurs, der Transparenz, Bürgerbeteiligung und zukunftsorientierte Planung verbindet.

Quellen

Sitzung

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