Rüsselsheim im Fokus: Was im Februar 2026 wichtig war
Der Februar 2026 brachte für Rüsselsheim wichtige Entscheidungen im Bereich Haushalt, Kultur, Bildung und Verwaltung. Im Überblick: Haushaltsdefizite, Kita-Pläne, Nutzung des Palais Verna und mehr.
Haushalt 2026: Defizite und Herausforderungen
Der Haushalt 2026 bleibt weiterhin ein zentrales Thema in Rüsselsheim. Der Entwurf weist ein Defizit von 78,38 Millionen Euro aus, was weit über dem Haushaltssicherungskonzept liegt. Gleichzeitig wurde die Höchstgrenze der Liquiditätskredite von 150 auf 190 Millionen Euro angehoben – allerdings unter Zustimmungsvorbehalt der Aufsichtsbehörde. Die Stadtverordneten haben klare Vorgaben gemacht: Kreditaufnahmen über 190 Millionen Euro bedürfen der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung, und der Magistrat ist verpflichtet, Kredite transparent zu kommunizieren.
Zwar ist der Haushalt noch nicht genehmigungsfähig, doch die Stadt verfolgt den Plan, durch Kosteneinsparungen im Bereich der Grundschulbetreuung (ca. 400.000 Euro pro Jahr) und der Schließung von Kitas im Zeitraum 2026–2028 entlastet zu werden.
Kultur und Bildung: Zukunft des Palais Verna und Kita-Pläne
Im Bereich Kultur und Bildung gab es klare Entscheidungen. Der Palais Verna wird künftig als Musikschulgebäude genutzt – eine einstimmige Entscheidung der Stadtverordneten. Der Ausbau des Gewölbes zu einem Veranstaltungsraum bleibt vorerst aus. Der Magistrat wird ein neues Nutzungskonzept und Finanzierungskonzept vorlegen.
Im Bereich der Grundschulbetreuung wird der „Pakt für den Ganztag“ an der Königstädter Grundschule umgesetzt. Ziel ist es, 180 Betreuungsplätze zu schaffen – aktuell sind bereits 267 von 280 möglichen Plätzen belegt. Gleichzeitig wird die Kita Auerbacher Straße sowie später die Hortgruppe an der Gerhart-Hauptmann-Schule und die Kita Kohlseestraße geschlossen, um Kosten zu senken.
Bau und Verwaltung: Friedhofsübertragung und Fahrradstraße
Im Bereich Bau und Verwaltung ist die Übertragung der Friedhofsverwaltung an die Städteservice Raunheim/Rüsselsheim AöR beschlossen worden. Die bisherige interkommunale Vereinbarung endet mit Ende Februar 2026. Zudem wurde ein Grundsatzbeschluss zur Einrichtung einer Fahrradstraße in der Weisenauer Straße gefasst, die mit einer Förderquote von 85 % unterstützt wird.
Außerdem wurde der „Bauturbo“-Programm mit Änderungsanträgen beraten – ein weiterer Schritt zur Beschleunigung von Bauprozessen in der Stadt.
Wichtige Entscheidungen des Februars 2026
- Der Haushalt 2026 bleibt mit einem Defizit von 78,38 Millionen Euro ein Problemfall – die Liquiditätskreditgrenze wurde auf 190 Millionen Euro angehoben.
- Der Palais Verna wird künftig als Musikschule genutzt, der Ausbau des Gewölbes bleibt vorerst aus.
- Im Bereich der Grundschulbetreuung wird ein Ganztagangebot mit 180 Plätzen eingerichtet – ein Investitionsbeitrag von 50.000 Euro ist für 2026 geplant.
- Die Kita Auerbacher Straße wird geschlossen, weitere Kitas folgen bis 2028 – Ziel sind jährliche Kosteneinsparungen von 400.000 Euro.
- Die Friedhofsverwaltung wird an die Städteservice AöR übertragen, und die Weisenauer Straße bekommt eine Fahrradstraße.
Überblick: Haushalt, Kultur, Bildung und Bau
Der Februar 2026 war geprägt von Haushaltsentscheidungen, Kultur- und Bildungsreformen sowie Verwaltungsänderungen. Die Stadt setzt dabei auf Konsolidierung, Kosteneinsparungen und Investitionen in den Bildungssektor. Gleichzeitig wird die Verwaltungsschwerpunkte neu verteilt, etwa bei der Friedhofsverwaltung oder der Umsetzung von Verkehrsprojekten.
Eine klare Linie ist erkennbar: Rüsselsheim will Strukturen optimieren, Investitionen vorsichtig planen und soziale Angebote wie den Ganztag an Grundschulen ausbauen. Die Herausforderung bleibt, den Haushalt bis zur Genehmigung zu stabilisieren.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war ein intensiver Monat in Rüsselsheim. Die Haushaltslage bleibt problematisch, aber die Stadt setzt auf klare Entscheidungen, wie die Nutzung des Palais Verna oder die Umsetzung des Ganztagangebots an Grundschulen. Die Konsolidierung der Verwaltung und der Schwerpunkt auf Bildung und Verkehr zeigen, dass Rüsselsheim auf Kurs bleibt – auch wenn der Haushalt noch nicht genehmigungsfähig ist.
Im März wird es wichtig sein, Fortschritte im Haushaltssicherungskonzept zu zeigen und die geplanten Kosteneinsparungen umzusetzen. Zudem stehen weitere Bebauungsplanverfahren und Investitionsentscheidungen an – Rüsselsheim steht weiterhin vor großen Herausforderungen und Chancen.
Quellen
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