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Jugendbeteiligung in Marburg: Der Abschluss des 14. KiJuPa und Ausblicke

Jugendbeteiligung in Marburg: Der Abschluss des 14. KiJuPa und Ausblicke

Im Februar 2026 schloss sich das 14. Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) Marburg nach einer letzten Sitzung. Der Blog-Artikel beleuchtet die Struktur, die Themen und die Zukunft der Jugendbeteiligung in der Region.

Abschied und Neuanfang: Das Ende des 14. KiJuPa

Am 5. Februar 2026 fand die letzte Sitzung des 14. Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) Marburg statt. Im Stadtverordnetensitzungssaal in der Barfüßerstraße 50 trafen sich Jugendliche, Vertreterinnen aus Bildung und Politik sowie engagierte Partnerinnen, um Bilanz zu ziehen und den Weg in die Zukunft zu planen. Der Abschluss markiert nicht nur das Ende einer Legislatur, sondern auch eine Gelegenheit, die Struktur und das Engagement der Jugendbeteiligung in Marburg zu reflektieren.

Struktur und Themen: Wie wirkt sich das KiJuPa aus?

Das KiJuPa Marburg ist ein offizielles Beteiligungsforum für Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren. Es wird von der Stadt Marburg getragen und ist Teil eines landesweiten Netzwerks, das unter dem Dach von HUSKJ (Hessen für starke Kinder- und Jugendparlamente) zusammenarbeitet.

In der letzten Sitzung standen mehrere zentrale Themen auf der Tagesordnung:

  • Informationen zu Schlossveranstaltungen 2026: Eine Kooperation mit kulturellen und sozialen Initiativen wurde besprochen, um Jugendliche stärker in die Planung einbinden zu können.
  • Forschungsprojekt zu Kinder- und Jugendparlamenten: KiJuPa Marburg ist an einem wissenschaftlichen Projekt beteiligt, das die Wirksamkeit und Entwicklung von Jugendparlamenten in Hessen analysiert.
  • Zusammenarbeit mit Schülervertretungen: Die Diskussionen fokussierten auf bessere Vernetzung und gemeinsame Projekte, um die Beteiligung auf Schulebene zu stärken.
  • Fragerunde mit konkreten Themen: Jugendliche fragten nach der Plastikmüll-Entsorgung auf dem Marktplatz und der Anzahl der Verkehrsampeln in der Stadt – Beispiele für die Alltagsnähe der Beteiligung.

Diese Themen zeigen, dass das KiJuPa nicht nur eine symbolische Plattform ist, sondern aktiv Einfluss auf politische und gesellschaftliche Diskurse nimmt.

Zukunft der Jugendbeteiligung: Ausblick und Weiterentwicklung

Mit der Auflösung des 14. KiJuPa beginnt die Suche nach neuen Jugendlichen, die sich in die nächste Legislatur einbringen. Friederike Könitz, Teamleiterin des Jugendbildungswerks und stellvertretende Fachdienstleiterin, hob in der letzten Sitzung die Bedeutung der kontinuierlichen Beteiligung hervor. Sie betonte, dass Jugendliche nicht nur als „Zuhörer“ behandelt werden dürfen, sondern als Partner*innen in der Demokratieentwicklung.

Die Zusammenarbeit mit anderen Beteiligungsprojekten wie dem KiJuPa Marburg-Biedenkopf oder dem KiJuPa Offenbach bietet zudem Chancen für Vernetzung, Austausch und Kooperation über kommunale Grenzen hinweg.

Abschluss: Jugendbeteiligung als zentraler Baustein für Demokratie

Die Arbeit des KiJuPa Marburg zeigt, dass Jugendbeteiligung nicht nur eine Frage der Jugendpolitik ist, sondern einen festen Platz in der Gesamtplanung der Stadt einnimmt. Die letzte Sitzung war nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Impuls für die Zukunft: Mit neuen Ideen, neuen Teilnehmenden und neuen Projekten kann die Jugendbeteiligung in Marburg weiterentwickelt werden.

Die Stadt Marburg hat mit dem KiJuPa ein Modell geschaffen, das andere Kommunen übernehmen können – vorausgesetzt, sie investieren in Strukturen, Transparenz und die Bereitschaft, auf junge Stimmen zu hören.

Quellen

Sitzung

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