Fuß- und Radweg Marquardt-Fahrland: Eine Mobilitätspriorität in Potsdam
Im April 2026 standen in Potsdam Entscheidungen zur Realisierung des lang erwarteten Fuß- und Radweges zwischen Fahrland und Marquardt im Mittelpunkt. Der Weg, der seit 2017 auf der politischen Agenda steht, soll bis Ende 2028 fertiggestellt werden – unabhängig von Fördermitteln. Wir analysieren Hintergründe, Debatten und Auswirkungen dieser Entscheidung.
Ein Mobilitätsprojekt mit langer Wartezeit
Der Fuß- und Radweg zwischen Fahrland und Marquardt zählt seit Jahren zu den wichtigsten Forderungen der lokalen Bevölkerung und der politischen Vertreter der Region. Die Route entlang der L 92 zwischen Fahrland und B 273 war bereits 2017 im Radverkehrskonzept der Landeshauptstadt Potsdam als Projekt mit höchster Priorität verankert worden. Doch erst im April 2026 wurde die konkrete Umsetzung festgezurrt: Die Oberbürgermeisterin wurde beauftragt, die Realisierung des Weges bis Ende 2028 sicherzustellen – notfalls auch ohne Fördermittel.
Hintergrund und Dringlichkeit des Projekts
Bedeutung für Erreichbarkeit und Sicherheit
Der geplante Fuß- und Radweg hat nicht nur infrastrukturelle, sondern auch soziale und klimatische Bedeutung. Er soll die Verbindung zwischen dem Bahnhof Marquardt und dem Entwicklungsbereich Krampnitz verbessern und gleichzeitig eine sichere Alternative zur gefährlichen bestehenden Strecke bieten. Die aktuelle Situation wird von Anwohnern und Politikern als lebensgefährlich für Radfahrer und Fußgänger bezeichnet.
Die Straße, die für den Bau des Weges bereits vom Land in städtisches Eigentum übertragen worden ist, ist zudem in den Haushalt 2026 als Planungskostenposition eingestellt. Damit ist die Finanzierung bereits weitgehend abgesichert, auch wenn die Stadt sich auf die Umsetzung ohne externe Förderung festlegt.
Entscheidungsprozess und politische Dynamik
Der Ortsbeirat Fahrland, insbesondere Tina Lange, hat sich seit langem für das Projekt starkgemacht. In der Sitzung am 22. April 2026 wurde ein Änderungsantrag zur Streichung der Pflicht zur regelmäßigen Fortschrittsberichterstattung an den Ortsbeirat und den Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität einstimmig angenommen. Dies zeigt, dass die lokale Politik zwar die Projektrealisierung unterstützt, aber auch pragmatisch mit administrativen Prozessen umgehen möchte.
Die einstimmige Annahme des Antrags verdeutlicht die breite Zustimmung zu diesem Projekt. Gleichzeitig wurden jedoch weiterhin andere Anliegen der Bevölkerung thematisiert, wie die Aufstellung eines Verkehrswächters an der Regenbogengrundschule oder die Installation von Geschwindigkeitsmessgeräten – Themen, die ebenfalls in den Fokus der Mobilitätspolitik gehören.
Auswirkungen und Perspektiven
Für den lokalen Verkehr
Die Realisierung des Fuß- und Radweges wird nicht nur die Mobilität der Anwohner verbessern, sondern auch den Umstieg auf nachhaltige Verkehrsmittel fördern. Die Route ist ein wichtiger Bindegang zwischen dem Bahnhof und Wohngebieten, was den ÖPNV-Anschluss verbessert und den Individualverkehr reduzieren kann.
Für die Stadtentwicklung
Der Weg ist auch ein Teil der stärkeren Vernetzung der Stadtteile mit dem zentralen Verkehrsnetz. Vor allem für den Entwicklungsbereich Krampnitz ist die Infrastrukturentscheidung von strategischer Bedeutung. Sie unterstreicht Potsdams Ziel, sich als klimafreundliche und verkehrsgerechte Stadt zu profilieren.
Fazit und Ausblick
Der Fuß- und Radweg zwischen Fahrland und Marquardt ist ein Meilenstein in der Mobilitätsstrategie Potsdams. Die Entscheidung, das Projekt bis Ende 2028 umzusetzen – und das unabhängig von Fördermitteln – zeigt Entschlossenheit und Priorisierung. Gleichzeitig bleibt zu beobachten, ob die Planung und die Umsetzung ohne externe Unterstützung tatsächlich reibungslos verlaufen werden.
Im Mai 2026, mit der nächsten Sitzung des Ortsbeirates, wird sich zeigen, ob die lokale Politik auch bei anderen Verkehrsprojekten Fortschritte erzielen kann. Die Sicherheit im Straßenverkehr und die Erreichbarkeit für Fußgänger und Radfahrer bleiben zentrale Themen, die über den April hinaus präsent bleiben werden.
Quellen
Weitere Beiträge aus Potsdam
Jugendbeteiligung in Potsdam – Eine Analyse der April-Entscheidungen
Im April 2026 standen in Potsdam Entscheidungen zur Jugendbeteiligung und Jugendhilfe im Fokus. Der Jugendhilfeausschuss setzte sich mit der Haushaltsplanung, der Sportentwicklungsplanung und der Arbeit der Kita-Elternbeiräte auseinander. Ein Überblick über die Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven.
Weiterlesen →
Kultur und Gemeinschaft in Eiche: Veranstaltungsplanung und gesellschaftliche Integration im April 2026
Im April 2026 stand der Ortsbeirat Eiche im Fokus der kulturellen und sozialen Aktivitäten. Veranstaltungen wie der Weihnachtsmarkt 2026, Konzerte des Kirchbauvereins und die Ehrung von Jubilaren zeigen die Vielfalt und das Engagement in der Gemeinschaft.
Weiterlesen →
Governance und Verwaltung in Potsdam: Entscheidungen im April 2026
Im April 2026 standen in Potsdam mehrere zentrale Entscheidungen im Bereich Governance und Verwaltung an. Der Hauptausschuss und Ortsbeiräte beschlossen Initiativen zur Ausbildungsförderung, Open-Source-Strategie, Medienentwicklungsplan-Evaluierung, sozial-ökologischen Wassertarif und Infrastrukturmaßnahmen. Diese Maßnahmen zeigen die Vielfalt der politischen Arbeit und ihre Auswirkungen auf die Stadtentwicklung.
Weiterlesen →Früher wissen. Früher handeln.
Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.
Jetzt kostenlos testen