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Soziale Angelegenheiten und Wohnungspolitik in Hohen Neuendorf – Fokus auf die politischen Entscheidungen im Februar 2026

Soziale Angelegenheiten und Wohnungspolitik in Hohen Neuendorf – Fokus auf die politischen Entscheidungen im Februar 2026

Im Februar 2026 stand in Hohen Neuendorf die Sozialpolitik im Mittelpunkt. Entscheidungen zur Schulentwicklung, Jugendpolitik, Finanzen und Parkraumentwicklung zeigen, wie die Stadt mit Herausforderungen in Bildung, Pflege und sozialem Zusammenhalt umgeht.

Soziale Angelegenheiten und Wohnungspolitik in Hohen Neuendorf – Februar 2026

Die Sozialpolitik in Hohen Neuendorf ist in den letzten Monaten zunehmend in den Fokus der öffentlichen Diskussion gerückt. Im Februar 2026 setzten sich Ausschüsse und politische Gremien intensiv mit Themen wie Schulentwicklung, Jugendpolitik, Finanzierung und Parkraumplanung auseinander. Die Entscheidungen, Debatten und Verzögerungen zeigen, wie sensibel diese Themen für die Stadt sind und welche Prioritäten gesetzt werden.

Schulentwicklung: Trägerschaft bleibt vorerst kommunal

Die Dr. Hugo Rosenthal Oberschule ist ein zentraler Diskussionspunkt in Hohen Neuendorf. Der Landkreis Oberhavel hatte vorgeschlagen, die Kommune bis 2028 von der Trägerschaft zu entlasten. Dieser Vorschlag wurde jedoch im Sozialausschuss am 12.02.2026 mit 4 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen abgelehnt. Die Kommune bleibt vorerst für die Schule verantwortlich, was finanziell nicht unproblematisch ist.

Die Schule verzeichnet ein Defizit, das durch kommunale Zuzahlungen von jährlich 300.000 Euro abgedeckt wird. In den vergangenen Jahren lag das Defizit bei bis zu 500.000 Euro. Gleichzeitig ist die Schülerzahl rückläufig – von 216 im Jahr 2019 auf aktuell 175. Dies wirft die Frage auf, ob die Schule in ihrer aktuellen Form langfristig finanzierbar ist.

Zudem wird im Schulentwicklungsplan des Landkreises eine Konzentration auf größere Schulen angestrebt. Die kommunale Trägerschaft in Hohen Neuendorf will sich aber nicht einfach auf diese Entwicklung einlassen, ohne die Schülerschaft und Eltern in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Die aktuelle Vorlage zur Trägerschaft wird daher überarbeitet und in einer nächsten Sitzung erneut beraten.

Jugendpolitik: Evaluation der Jugendarbeit in Planung

Ein weiterer Schwerpunkt der Sozialpolitik ist die Zukunft der Jugendarbeit. Die Stadt plant eine umfassende Evaluation, die auf einer Bedarfserhebung aus 2022 basiert. Ziel ist es, die Angebote an die Bedürfnisse der jungen Bevölkerung anzupassen.

Im Rahmen der Evaluation ist eine Befragung von mindestens 500 jungen Menschen geplant. Die Altersgruppen unter 10, 10–21 und 21–27 Jahre sollen in Online- und Schulumfragen einbezogen werden. Eine Unter-Arbeitsgruppe aus Fachleuten und Jugendlichen wird die Evaluation begleiten. Die Ergebnisse sollen im Juni 2026 im Sozialausschuss präsentiert werden.

Die Stadt plant außerdem, Eltern durch Online-Befragungen einzubeziehen, während Vereine aufgrund von Identifikationsschwierigkeiten nicht direkt einbezogen werden. Die Verträge mit freien Trägern laufen bis Ende 2027, um den Übergang zu ermöglichen.

Parkraum- und Ordnungspolitik: Rechtssicherheit im Fokus

Auch bei der Parkraumentwicklung gab es im Februar 2026 Diskussionen. Ein CDU-Antrag zur Ausweisung von Parkflächen auf unbefestigten Seitenstreifen wurde mehrfach vertagt. Ziel ist es, rechtssichere Parkflächen zu schaffen, die insbesondere in Gebieten mit hohem Parkdruck eine Entlastung bieten sollen.

Die Diskussionen befassten sich auch mit der fehlenden Ahndung von Grünparken, etwa durch Mopeds oder Wohnmobile, und den Benachteiligungen für Menschen mit Behinderung, die auf Parkflächen angewiesen sind. Die Stadtverwaltung wurde beauftragt, eine Konzeption zur Parkraumentwicklung und temporäre Ausnahmen für Veranstaltungen zu prüfen.

Finanzierung und Transparenz: Herausforderungen bleiben

Die finanzielle Situation der Schule und anderer kommunaler Einrichtungen bleibt ein zentrales Thema. Die Kommune finanziert nicht nur die Dr. Hugo Rosenthal Oberschule, sondern auch Sanierungsmaßnahmen wie die Deckensanierung an der Ahorn Grundschule mit Kosten von 1,4 Millionen Euro. Gleichzeitig wird kritisiert, dass die Finanzierung nicht immer transparent genug ist.

Die Kommune ist aufgefordert, mehr Transparenz in Haushalts- und Finanzberichten zu schaffen. Gleichzeitig wird diskutiert, wie sich die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Trägerwechsels auf die Schule darstellen könnten.

Fazit: Politik im Dialog mit der Bevölkerung

Die politischen Entscheidungen im Februar 2026 zeigen, dass Hohen Neuendorf versucht, soziale und bildungspolitische Themen mit der Bevölkerung in den Dialog zu bringen. Obwohl es Verzögerungen und Uneinigkeiten gibt, setzt die Stadt auf Beteiligung, Evaluation und Transparenz. Die nächsten Monate werden zeigen, ob diese Kursrichtung langfristig tragfähig ist.

Quellen

Sitzung

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