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Jugendpolitik in Cottbus: Herausforderungen, Strukturen und Entwicklungen im April 2026

Jugendpolitik in Cottbus: Herausforderungen, Strukturen und Entwicklungen im April 2026

In Cottbus standen im April 2026 mehrere jugendpolitische Themen im Fokus: von der Kita-Elternbeiratswahl bis zur Zukunft der Schulsozialarbeit. Wir analysieren die Entwicklungen, Strukturen und offenen Fragen im Jugendbereich der Stadt.

Jugendpolitik in Cottbus: Strukturen, Debatten und Perspektiven

Die Stadt Cottbus hat sich im April 2026 intensiv mit Themen der Jugendpolitik beschäftigt. Ob Kita-Elternbeiratswahlen, Schulsozialarbeit oder die Besetzung des Jugendhilfeausschusses – die Debatten zeigten eine Vielzahl an Herausforderungen, aber auch Chancen für die Zukunft der Jugendförderung. In diesem Deep-Dive beleuchten wir die wichtigsten Entwicklungen im April 2026.

Kita-Elternbeiratswahl: Rechtmäßigkeit und Reformbedarf

Die Kita-Elternbeiratswahl in Cottbus 2025 war von Unstimmigkeiten und Unregelmäßigkeiten geprägt, was zu zwei abgebrochenen Wahlversammlungen führte. Eine interne Prüfung des Wahlprozesses wurde angekündigt, und die Fraktion MIB/ZSC fragte nach der Rechtmäßigkeit des Prozesses.

Ein zentraler Punkt ist, dass die Stadtverwaltung nicht für die Durchführung der Wahl verantwortlich ist – diese liegt in der Hand des Elternbeirates selbst. Die Prüfung der Rechtmäßigkeit und die Vorbereitung einer neuen Wahl liegen ebenfalls bei den Eltern.

Die Struktur des Elternbeirates ist klar definiert: Er setzt sich aus Eltern zusammen, deren Kinder in Kindertageseinrichtungen oder in der Kindertagespflege in Cottbus betreut werden. Seine Aufgabe ist es, die Interessen der Eltern in der Kindertagesbetreuung zu vertreten und in allen wesentlichen Themen wie Qualitätsentwicklung, Fachkräftesicherung und Bedarfsplanung beratend mitzuwirken.

Die Debatten um die Wahl 2025 zeigen, wie sensibel und wichtig die Partizipation von Eltern in der Kindertagesbetreuung ist. Es bleibt abzuwarten, wie der Elternbeirat mit den Herausforderungen umgehen wird und ob Strukturen reformiert werden müssen.

Jugendhilfeausschuss: Personelle und strukturelle Anpassungen

Im April 2026 fanden mehrere Sitzungen und Entscheidungen zum Jugendhilfeausschuss statt. Auf Vorschlag der Fraktion Unser Cottbus/FDP wurden Mitglieder abberufen und neu berufen. So wurde beispielsweise Sarah Ostrowski als neue stimmberechtigte Mitgliedin berufen, während Matthias Boddeutsch für Ron Radlow eingesprungen ist. Der Stadtsportbund benannte zudem Susann Elker als beratendes Mitglied.

Diese personellen Wechsel spiegeln einen stetigen Prozess der Anpassung wider, der notwendig ist, um die Arbeit des Jugendhilfeausschusses aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig bleibt der Elternbeirat auch als beratendes Mitglied in den Gremien präsent – ein Aspekt, der für die Partizipation von Eltern und Jugendlichen entscheidend ist.

Schulsozialarbeit: Bedarf, Finanzierung und Zukunftsperspektiven

Ein weiteres zentrales Thema war die Zukunft der Schulsozialarbeit in Cottbus. Der derzeitige Personalschlüssel beträgt 31 Vollzeitäquivalente (VZE), während der rechnerische Gesamtbedarf bei 42 VZE liegt. Aufgrund einer anhängigen Konnexitätsklage wird empfohlen, die Schulsozialarbeit bis zur Entscheidung auf Basis der aktuellen 31 VZE fortzuführen.

Die Stadt plant zudem, Fördermittel aus dem Startchancen-Programm gezielt einzusetzen, um die Arbeit an elf Schulen zu stärken. Gleichzeitig wird diskutiert, wie eine Wirkungsanalyse in drei Ebenen (Output, Outcome, Impact) aussehen könnte. Für 2026 ist ein Fachtag zur „Wirkungsorientierung“ geplant, der die Evaluation der Schulsozialarbeit thematisieren wird.

Die Debatten zeigen, dass die Finanzierung und der Stellenbestand in der Schulsozialarbeit ein sensibles Thema sind. Eine Reduzierung der Stellen wird als fachlich und rechtlich nicht vertretbar angesehen, während ein sofortiger Ausbau auf 42 VZE nicht empfohlen wird. Die Herausforderung besteht also darin, den bestehenden Stellenbestand so effizient wie möglich zu nutzen, ohne den Bedarf zu vernachlässigen.

Fazit: Stabilität, Reform und Partizipation

Der April 2026 hat in Cottbus gezeigt, dass Jugendpolitik ein komplexes und vielschichtiges Feld ist. Die Debatten um die Kita-Elternbeiratswahl, die Besetzung des Jugendhilfeausschusses und die Zukunft der Schulsozialarbeit zeigen, dass es sowohl strukturelle als auch personelle Herausforderungen gibt.

Gleichzeitig wird deutlich, dass die Partizipation von Eltern, Jugendlichen und Organisationen eine zentrale Rolle spielt. Ob durch den Elternbeirat, den Jugendhilfeausschuss oder die Schulsozialarbeit – die Arbeit in Cottbus ist geprägt von dem Willen, die Interessen junger Menschen zu vertreten und gleichzeitig Reformen anzugehen, die die Zukunft der Jugendförderung sichern.

Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Debatten in konkrete Maßnahmen münden – und ob Cottbus seine Jugendpolitik in Richtung einer nachhaltigen, inklusiven und partizipativen Struktur weiterentwickeln kann.

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