Cottbus Monatsrückblick: Inklusion, Kultur und Kita-Neuausrichtung im Fokus
Im Februar 2026 standen in Cottbus wichtige Entscheidungen zur Gleichstellung, Kultur, Sportstättenfinanzierung und Kindertagesbetreuung im Vordergrund. Erfahren Sie, was für Sie als Bürger*in relevant ist.
Inklusion stärken, Kultur fördern, Kitas neu denken
Was diesen Monat wichtig war
- Cottbus tritt der Europäischen Gleichstellungscharta bei – Ein lokaler Aktionsplan für Gleichheit wird erarbeitet.
- Sportstättenbetrieb mit hohem Zuschuss – Der Eigenbetrieb erhält 15,4 Millionen Euro für 2026.
- Neuausrichtung der Kindertagesbetreuung – Der Unterausschuss Kindertagesbetreuung bereitet Reformen vor.
- Barrierefreiheit und Inklusion im Fokus – Der Beirat für Menschen mit Behinderungen setzt auf langfristige Verbesserungen.
- Kultur in Bewegung – Das Jugendkulturzentrum Glad-House plant 99 Veranstaltungen im Jahr 2026.
- Gewerbeflächenentwicklung gestartet – Der GEFEK-Prozess will bis 2040 eine zukunftsorientierte Ansiedlungsstrategie schaffen.
Gleichstellung und Inklusion: Cottbus macht den nächsten Schritt
Im Februar 2026 hat die Stadt Cottbus einen Meilenstein in Richtung Gleichstellung gesetzt. Der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Rechte für Minderheiten beschloss einstimmig, der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene beizutreten. Dieser Schritt ist nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch: Im Zuge des Beitritts wird ein Lokaler Gleichstellungs-Aktionsplan unter Einbeziehung relevanter Akteure entwickelt und regelmäßig evaluiert.
Parallel dazu setzte sich der Beirat für Menschen mit Behinderungen für mehr Inklusion ein. Im Fokus standen Themen wie barrierefreie Verwaltung, inklusive Kitas und der Ausbau des Medizinischen Zentrums für erwachsene Menschen mit Behinderung. Die Diskussionen zeigen, dass Cottbus langfristig denken und strukturell für alle Bürger*innen zugänglicher werden will.
Kultur und Sport: Gelder fließen, aber auch Herausforderungen bestehen
Die Stadt investiert weiterhin in ihre kulturellen und sportlichen Angebote. Der Eigenbetrieb „Sportstättenbetrieb der Stadt Cottbus“ erhält für 2026 einen Zuschuss von insgesamt 15,4 Millionen Euro, wobei ein Jahresverlust von 727.100 Euro geplant ist. Dieser Betrag ist in der Summe aber klein gegenüber dem Gesamtvolumen.
Auch das Jugendkulturzentrum Glad-House wird unterstützt: Für 2026 sind 99 Veranstaltungen geplant, darunter 15 Konzerte, 45 Einmietungen und 22 kulturelle Bildungsveranstaltungen. Zwar ist ein Jahresverlust von 28.698 Euro vorgesehen, doch der Zuschuss der Stadt beträgt 948.400 Euro. Die Stadt bleibt damit auch im kulturellen Bereich ein aktiver Partner.
Kindertagesbetreuung: Reformen in Planung
Der Unterausschuss Kindertagesbetreuung hat sich im Februar intensiv mit der Neuausrichtung der Kitas befasst. Dabei standen Themen wie der Zwischenstand der Bedarfsermittlung der 3. Betreuungsstufe und die Finanzierung im Mittelpunkt. Obwohl konkrete Budgetpositionen nicht genannt wurden, ist klar: Die Stadt will die Betreuung weiterentwickeln – auch im Hinblick auf Inklusion und Qualität.
Zudem wurde in mehreren Gremien diskutiert, wie Kitas in Brandenburg zukünftig gestaltet werden sollen. Cottbus will als Modellstadt für inklusive Betreuung agieren und dabei auch mit anderen Kommunen und Verbänden wie dem DSGT zusammenarbeiten.
Cross-topic: Strukturwandel und Bürgerbeteiligung
Ein übergreifendes Thema im Februar war die Gewerbeflächenentwicklung. Mit dem GEFEK-Prozess will Cottbus bis 2040 eine zukunftsorientierte Ansiedlungsstrategie schaffen. Die Stadt identifizierte mehr als 348 Hektar verfügbare Flächen – darunter auch den Lausitz Science Park und den Standort Cottbus-Nord. Dieser Prozess zeigt, dass Cottbus nicht nur zurückblickt, sondern aktiv die Zukunft gestaltet.
Gleichzeitig blieb die Bürgerbeteiligung ein zentrales Thema. Zahlreiche Gremien, vom Kinder- und Jugendbeirat bis zum Beirat für Integration und Migration, haben sich in politische Entscheidungen eingebracht. Dies unterstreicht, dass Cottbus nicht nur von oben, sondern auch von unten geplant und gestaltet wird.
Fazit und Ausblick
Der Februar 2026 war in Cottbus ein Monat mit klaren Entscheidungen und langfristigen Planungen. Die Stadt hat sich für Gleichstellung eingesetzt, Kultur und Sport finanziell unterstützt und die Zukunft der Kindertagesbetreuung neu denken lassen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Cottbus auch wirtschaftlich und städtebaulich aktiv bleibt – mit einem klaren Fokus auf Inklusion, Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung.
Im März wird sich zeigen, wie weit die Entwürfe und Planungen in die Umsetzung übergehen. Bleiben Sie daher weiterhin auf dem Laufenden und beteiligen Sie sich an den Diskussionen – denn Cottbus ist nur mit Ihnen ein Ort für alle.
Quellen
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