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Cottbus im Klimaschutz-Fokus: Umweltmaßnahmen im April 2026

Environment and Climate 📍 Cottbus · Brandenburg
Cottbus im Klimaschutz-Fokus: Umweltmaßnahmen im April 2026

Im April 2026 setzt die Stadt Cottbus verstärkte Akzente im Bereich Klima und Umwelt. Vom Ausbau der Fahrradinfrastruktur über die Planung einer CO₂-neutralen Nahverkehrsstrategie bis hin zu nachhaltigen Bebauungsplänen – mehrere Projekte zeigen den konkreten Umsetzungswillen. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.

Cottbus greift Umweltthemen im April 2026 gezielt auf

Die Stadt Cottbus hat sich in den vergangenen Jahren als Vorreiter im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit positioniert. Im April 2026 setzt das Rathaus mit mehreren konkreten Maßnahmen und Planungen neue Impulse in Richtung klimafreundlicher Stadtentwicklung. Von der Erstellung eines Strategiepapiers für den ÖPNV über den Ausbau der Fahrradinfrastruktur bis hin zu umweltverträglichen Bebauungsplänen – Cottbus zeigt, wie Klimaschutz in die Stadtplanung und Verwaltungsarbeit eingebettet werden kann.

CO₂-neutrale Verkehrstrategie: Schrittweise Umstellung im Nahverkehr

Eine der zentralen Entscheidungen des Aprils 2026 betrifft die Erarbeitung eines Strategiepapiers für die schrittweise Umstellung auf CO₂-neutrale Antriebstechnologien im öffentlichen Nahverkehr. Die Cottbusverkehr GmbH (Coibusverkehr) wird bis zum 30. Juni 2026 einen schriftlichen Entwurf des technologieoffenen Strategiepapiers vorlegen, der verschiedene Antriebstechnologien wie Wasserstoff, Elektro und Diesel hinsichtlich Klimaschutz, Kosten und Wirtschaftlichkeit bewertet.

Die Bewertung ist Teil eines langfristigen Plans, bis 2030 den gesamten Fahrzeugbestand durch CO₂-neutrale Alternativen zu ersetzen. Der aktuelle Bestand erlaubt bis 2030 noch den Ersatz durch Dieselbusse, doch bis zu diesem Zeitpunkt muss die endgültige Entscheidung für eine Antriebsform fallen. Die strategische Planung zielt darauf ab, rechtzeitig Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Beschaffungen zu schaffen und dabei Ressourcenschonung, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen.

Fahrradparkhäuser: Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität

Ein weiterer Schwerpunkt der Umweltarbeit in Cottbus ist die Ausweitung der Fahrradinfrastruktur. Das neue Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof Cottbus/Chóśebuz, das am 18.12.2025 eröffnet wurde, bietet insgesamt 186 Stellplätze, davon 96 frei zugänglich und 84 gesichert. Die Nutzung ist in den ersten Wochen nach Eröffnung bereits positiv verlaufen – bis März 2026 wurden 146 Buchungen gezählt (ohne Stornierungen).

Die Nachfrage nach gesicherten Stellplätzen bleibt hoch, was die Planung eines weiteren Fahrradparkhauses am Hbf-Nord mit 250 Stellplätzen begründet. Diese Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Strategie, die Nutzung von Fahrrädern zu fördern und so den Klimaschutz voranzutreiben.

Nachhaltige Bebauung: Klimafaktoren im Gewerbegebiet Dissenchen

Cottbus setzt auch im Bereich der städtischen Bebauung auf nachhaltige Planung. Der Bebauungsplan für das Gewerbegebiet Dissenchen legt den Fokus auf die Schaffung eines hochwertigen, klimafreundlichen Gewerbestandorts. Die Planung berücksichtigt die räumliche Nähe zum Cottbuser Ostsee und zur Ortsumgehung, wobei Umwelt- und Klimafaktoren eine zentrale Rolle spielen.

Im Gewerbegebiet sollen bestehende Biotope und Gehölzstrukturen erhalten bleiben, und Ausweichhabitate für Tierarten wie die Feldlerche geplant werden. Zudem ist eine Masterhöhung der 110-kV-Hochspannungsfreileitung im Zusammenhang mit dem Straßenneubau geplant, um Sicherheitsabstände einzuhalten und den Schutz der Wohnbebauung entlang der Haasower Straße zu gewährleisten. Umweltberichte und Schalltechnische Untersuchungen sind Bestandteil der Planung, um die Auswirkungen auf Umwelt und Anwohner abzusichern.

Vorbereitung auf STADTRADELN 2026 und Umweltwochen

Neben den infrastrukturellen und planerischen Maßnahmen betont Cottbus auch die Bedeutung von Bewusstseinsbildung und Partizipation. Im Mai 2026 wird das STADTRADELN-Klimaschutzprojekt stattfinden, bei dem die Cottbuser im Jahr 2025 bereits 559.378 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt haben. Im Anschluss daran folgt die 34. Umweltwoche vom 31. Mai bis 05. Juni mit dem Motto „Von Gartenhelden und Stachelfreunden“, die sich auf Biodiversität und nachhaltige Lebensweise konzentriert.

Zudem wurde der Wasserwander-Steg an der Spree wiederhergestellt, und eine neue Ausleihstation für SUPs und Kajaks eingerichtet. Diese Maßnahmen tragen zur Förderung von Umweltbildung und Erholung in der Natur bei und zeigen, wie Cottbus die Verbindung zwischen Klimaschutz, Freizeit und Bildung aktiv gestaltet.

Ausblick: Cottbus als Modell für klimafreundliche Stadtentwicklung

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen, die sich sowohl an der Infrastruktur als auch an der Planung und Bildung orientieren, zeigt Cottbus, dass Klimaschutz in der Stadtentwicklung nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist. Die strategische Ausrichtung auf CO₂-neutrale Technologien, die Ausweitung der Fahrradinfrastruktur und die nachhaltige Gestaltung von Bebauungsplänen sind nur einige Beispiele dafür, wie die Stadt im April 2026 ihre Klimaschutzziele konkret umsetzt.

Zukünftig wird die Transparenz und politische Begleitung dieser Projekte eine zentrale Rolle spielen. Die regelmäßige Berichterstattung an politische Gremien und die Einbindung der Bevölkerung in Aktionen wie STADTRADELN und der Umweltwoche sind entscheidend für die langfristige Nachhaltigkeit und Akzeptanz der Maßnahmen.

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