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Bestensee: Monatsrückblick April 2026 – Haushalt, Kita und Klimaschutz im Fokus

Bestensee: Monatsrückblick April 2026 – Haushalt, Kita und Klimaschutz im Fokus

In Bestensee standen im April 2026 die Haushaltsentscheidungen, Kita-Reformen und Klimaschutzvorhaben im Mittelpunkt. Hier ist der monatliche Überblick.

Haushalt 2026 beschlossen – Klimaschutz und Kitas im Fokus

Was diesen Monat wichtig war

  • Der Haushalt 2026 wurde beschlossen: Erhebliche Mittel aus dem Sondervermögen fließen in Klimaschutzprojekte, Photovoltaik und Kitas.
  • Kita-Essenszuschüsse wurden neu gerechnet: Elternzuschüsse steigen, die Gemeinde finanziert einen festen Anteil.
  • Photovoltaik-Anlagen entstehen an Rathaus, Grundschule und Kitas: Ziel ist Energieeffizienz und Erträge nach EEG.
  • Der Gewerbeplatz Bestensee wird neu bewertet: Die Gemeinde prüft Erweiterungen und externe Bewirtschaftung.
  • Förderungen für Vereine kommen: Acht Vereine beantragten Unterstützung für Projekte im kulturellen und sozialen Bereich.
  • Finanzhaushalt bleibt stabil: Ein Finanzergebnis von 7.100 EUR wurde erzielt, ohne Kreditaufnahmen.

Haushalt 2026: Stabile Finanzen, aber steigende Steuerquote

Im April 2026 wurde der Haushalt 2026 der Gemeinde Bestensee beschlossen. Mit einem Gesamtergebnis von 981.400 EUR bleibt die Gemeinde finanziell stabil. Die Steuerquote erhöhte sich von 30,36 % (2025) auf 38,17 % (2026), was auf gestiegene Einnahmen aus Einkommensteuer und Gewerbesteuer zurückzuführen ist.

Die Gesamtaufwendungen (25,91 Mio. EUR) deckten Personalkosten (12,21 Mio. EUR), Abschreibungen (1,57 Mio. EUR) und Transferaufwendungen (5,80 Mio. EUR) ab. Die Gemeindevertretung entschied, dass kein Haushaltssicherungskonzept benötigt wird und keine Kredite aufgenommen werden. Stattdessen wird ein Sondervermögen von 3,88 Mio. EUR für Klimaschutz- und Infrastrukturprojekte genutzt.

Kita-Reform: Essenszuschüsse neu berechnet

Im April wurde die Kita-Satzung geändert, um die Finanzierung des Mittagessens zu klären. Die Gemeinde zahlt künftig 1,22 EUR pro Portion in Kitas und 1,12 EUR in Grundschulen. Der Elternanteil steigt entsprechend: In Kitas auf 2,19 EUR pro Tag, in Grundschulen auf 2,74 EUR. Die Änderungen, die zum 01.07.2026 in Kraft treten, sind Teil einer stärkeren finanziellen Verantwortung der Eltern, flankiert durch einen pauschalen monatlichen Zuschuss.

Die Änderungen wurden in mehreren Ausschüssen diskutiert – unter anderem im Finanzausschuss und im Gesundheits- und Sozialausschuss – und basieren auf den §§ 10 und 11 der Kita-Satzung sowie auf der KitaG Brandenburg. Die neue Regelung soll die Transparenz und Nachhaltigkeit der Essensfinanzierung sichern.

Klimaschutz und Photovoltaik: Mehr als nur Stromsparen

Ein zentrales Thema war die Verwendung des Bundes-Sondervermögens für Klimaschutz und Infrastruktur. 3,88 Mio. EUR fließen in Photovoltaik-Anlagen, energetische Sanierungen und die Freiwillige Feuerwehr. Insbesondere die Grundschule erhält eine Photovoltaik-Anlage mit 30 kW, die nicht nur Strom spart, sondern auch durch Stromeinspeisung nach EEG Einnahmen generiert.

Die Anlagen entstehen an Rathaus, Bauhof, Grundschule, Waldkita Pätz und Kindertagesstätte Zwergenland. Neben der Stromerzeugung sollen informative Tafeln an den Standorten Schülern Wissen über erneuerbare Energien vermitteln. Die jährlichen Mittel für die Feuerwehr werden mit 75.000 EUR kalkuliert.

Die Entscheidungen basieren auf dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und den Klimaschutz-Richtlinien der Brandenburger Kommunalverfassung. Die Gemeinde setzt damit ein deutliches Signal für Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Gewerbeplatz Bestensee: Von der Bilanz zur Zukunft

Der Gewerbeplatz Bestensee (Köriser Straße 5) erwirtschaftete 2025 einen Überschuss von 42.000 EUR. Die Gemeinde hat nun beschlossen, die Bewirtschaftung und Entwicklung des Areals neu zu prüfen. Ziel ist es, Potenziale für Erweiterungen, wie etwa ein neues Feuerwehrgebäude, auszuloten und mögliche externe Bewirtschaftungsoptionen in Betracht zu ziehen.

Die Gemeindeverwaltung ist beauftragt, monatliche Berichte zu erstellen und Handlungsoptionen zu erarbeiten. Dabei sollen auch organisatorische Fragen und die Einbindung in das Ortsentwicklungskonzept berücksichtigt werden. Die Entscheidung erfolgte in mehreren Ausschüssen und basiert auf § Ordnungsausschuss und der Gemeindeordnung.

Vereinsförderung: Kultur und Sport bleiben wichtig

Acht Vereine stellten Anträge auf Förderung gemäß der Regional- und Förderrichtlinie. Unter anderem beantragten der SC Karate Bestensee e.V., der Männergesangverein Bestensee und der Heimatverein Pätz e.V. jeweils 500 EUR und 450 EUR. Die Mittel aus dem Sondervermögen werden jährlich aufgeteilt: 25 % für Schuldenabbau, 25 % für Vereinsförderung, 25 % für Kitas und Schulen und 25 % für soziale Projekte.

Die Anträge wurden mit vollständigen Bankverbindungen und Unterschriften eingereicht. Die Gemeinde betont, dass sie neue Schulden grundsätzlich ablehnt und stattdessen auf Nachhaltigkeit und Eigenverantwortung setzt.

Überblick: Stabile Finanzen, aber Herausforderungen

Bestensee verzeichnete im April 2026 eine stabile Finanzlage, aber auch steigende Steuerquoten und komplexe Entscheidungsprozesse. Die Gemeinde investiert verstärkt in Klimaschutz, Bildung und soziale Projekte, während sie gleichzeitig Haushaltsdisziplin betont. Die Beteiligung der Bürger bleibt zentral – insbesondere in Fragen der Kita-Finanzierung und der Gewerbeplatzentwicklung.

Der Monat zeigt, dass Bestensee auf einem klaren Kurs ist: Nachhaltigkeit, Transparenz und Bürgerbeteiligung im Fokus.

Ausblick: Mai 2026 – Umsetzung und Evaluation

Im Mai 2026 wird es um die Umsetzung der beschlossenen Projekte gehen. Die Photovoltaik-Anlagen starten mit der Installation, die Kita-Essensreform wird konkretisiert, und die Bewirtschaftung des Gewerbeplatzes wird weiter geprüft. Die Gemeindevertretung wird zudem über die Ergebnisse der Vereinsförderungen informiert und mögliche weitere Anträge beraten.

Die Monatsbilanz zeigt: Bestensee ist auf einem klaren Kurs in Richtung Nachhaltigkeit und finanzieller Stabilität – mit klaren Entscheidungen und transparenter Kommunikation.

Quellen

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