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Treptow-Köpenick: Jugendpolitik im Fokus – Kreative Freiräume, Sicherheit und Kooperationen

Treptow-Köpenick: Jugendpolitik im Fokus – Kreative Freiräume, Sicherheit und Kooperationen

Im März 2026 setzt der Bezirk Treptow-Köpenick in Berlin Impulse in der Jugendpolitik. Mit neuen Angeboten für Jugendliche, Sicherheitsmaßnahmen gegen rechtsextreme Angriffe und der Schaffung legaler Graffiti-Flächen zeigt der Bezirk ein breites Engagement für junge Menschen.

Jugendpolitik in Treptow-Köpenick: Impulse im März 2026

Jugendpolitik ist in Berlin oft ein Spagat zwischen Förderung kreativer Freiräume und der Sicherstellung öffentlicher Ordnung. Im März 2026 zeigt Treptow-Köpenick, wie dieser Balanceakt gelingen kann. Der Jugendhilfeausschuss beschäftigte sich mit mehreren zentralen Themen: der Schaffung legaler Graffiti-Flächen, der Nutzung eines leerstehenden Bezirksgeländes für kulturelle Jugendangebote und der Stärkung von Schutzkonzepten gegen rechtsextremistische Bedrohungen. Diese Initiativen spiegeln die strategische Ausrichtung des Bezirks wider: Jugendliche aktiv in die Stadtentwicklung einzubeziehen, sie kreativ zu fördern und gleichzeitig sicherer Räume für sie zu schaffen.

Kreative Freiräume: Legale Graffiti-Flächen als Teil der Jugendarbeit

Ein zentraler Antrag im März 2026 betraf die Schaffung legaler Graffiti-Flächen in Treptow-Köpenick. Initiiert von der CDU und verfasst von Jonas Geue, zielt der Antrag darauf ab, Jugendliche kreativ zu fördern und gleichzeitig Vandalismus vorzubeugen. Die Idee ist, kreative Freiräume zu schaffen, die nicht nur die kulturelle Vielfalt stärken, sondern auch als Alternative zu illegalen Schmierereien dienen.

Als mögliche Fläche wird die Skateanlage im Bellevuepark genannt. Der Antrag wurde am 25.03.2026 im Jugendhilfeausschuss ohne Änderungen beschlossen. Damit signalisiert der Bezirk eine klare Haltung: Jugendliche kreativ zu fördern und gleichzeitig die öffentliche Ordnung zu wahren. Diese Maßnahme ist ein gutes Beispiel dafür, wie Politik mit jugendlicher Kultur in Einklang gebracht werden kann.

Gebäude Puschkinallee 16A: Vom Flüchtlingsunterkunft zum Jugendzentrum?

Ein weiteres Projekt, das im März 2026 diskutiert wurde, ist die Nutzung des Gebäudekomplexes Puschkinallee 16A für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit. Das Gebäude, das während der Corona-Pandemie als Unterkunft für die „Parkläufer“ genutzt wurde, könnte in Zukunft eine zentrale Rolle in der Jugendarbeit spielen.

Es wird vorgeschlagen, das Gebäude in Kooperation mit dem Figurentheater Grashüpfer zu öffnen, um kulturelle Bildung und kreative Angebote für Kinder und Jugendliche zu fördern. Der Garten des Gebäudes könnte zudem als Aufenthalts- und Spielfläche genutzt werden. Obwohl der Antrag letztendlich zurückgezogen wurde, zeigt er das Potenzial, leerstehende Flächen für soziale und kulturelle Zwecke zu nutzen. Die Diskussion um Puschkinallee 16A könnte in Zukunft wieder aufgenommen werden, wenn andere Prioritäten abgeschlossen sind.

Sicherheit für Demokratie und Vielfalt: Schutz vor rechtsextremistischen Angriffen

Ein weiteres wichtiges Thema in der März-Sitzung des Jugendhilfeausschusses war die Stärkung von Sicherheitskonzepten für soziokulturelle und jugendfreizeiteinrichtungen. Der Antrag zielt darauf ab, rechtsextreme Angriffe auf Einrichtungen, die für Vielfalt und Austausch stehen, zu verhindern.

Es wird vorgeschlagen, ein aktuelles Lagebild zur rechtsextremen Bedrohungslage zu erstellen, Sicherheitskonzepte zu überprüfen und freie Träger bei der Finanzierung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Dabei ist auch die Einbindung der Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR) vorgesehen. Der Antrag wurde in der 54. Sitzung vertagt, aber in der 55. Sitzung ohne Änderungen beschlossen. Dieses Vorgehen unterstreicht die Ernsthaftigkeit des Themas und zeigt, dass der Bezirk bereit ist, politische Prioritäten auf den Schutz der demokratischen Grundwerte auszurichten.

Ausblick: Jugendpolitik als langfristige Investition

Die politischen Initiativen im März 2026 zeigen, dass Treptow-Köpenick bereit ist, jugendliche Lebenswirklichkeiten ernst zu nehmen. Die Schaffung legaler Graffiti-Flächen, die Nutzung leerstehender Gebäude für kulturelle Zwecke und die Stärkung von Sicherheitskonzepten gegen rechtsextremistische Angriffe sind mehr als kurzfristige Maßnahmen – sie sind Teil einer langfristigen Strategie, die Jugend in die Stadtentwicklung einzubeziehen.

Diese politischen Schritte sind auch ein Signal an andere Bezirke in Berlin: Jugendpolitik kann nicht nur als Verwaltungsaufgabe gesehen werden, sondern als Chance, die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten. Die Erfahrungen aus Treptow-Köpenick könnten in anderen Bezirken nachgeahmt werden – mit entsprechenden Anpassungen an die lokalen Gegebenheiten.

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