Jugendpolitik im Fokus: Was läuft in Lichtenberg im April 2026?
Im April 2026 standen in Lichtenberg zahlreiche jugendpolitische Themen auf der Tagesordnung – von Jugendbeteiligung über Sanierungsprojekte bis hin zu Präventionsmaßnahmen. Der Jugendhilfeausschuss setzte Impulse für eine stärkere Einbeziehung junger Menschen in politische Prozesse und legte den Schwerpunkt auf Sicherheit, Bildung und soziale Unterstützung.
Jugendbeteiligung neu denken: „Jugend.Wort.Stark.“ als neuer Meilenstein
Im April 2026 setzte Lichtenberg einen deutlichen Akzent in der Jugendbeteiligung: Das neue Format „Jugend.Wort.Stark.“ – ehemals bekannt als „Jugend-BVV“ – wurde in der 51. Sitzung des Jugendhilfeausschusses vorgestellt. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche aktiv in politische Entscheidungsprozesse einzubinden, insbesondere in der Bezirksverordnetenversammlung.
Die Initiative wird begleitet von einer sogenannten „Aktuellen Fragestunde“, in der junge Menschen direkt Themen ansprechen können, die sie bewegen. Dies ist nicht nur ein symbolischer Schritt, sondern auch eine konkrete Maßnahme, um die politische Partizipation der Jugend zu stärken. Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Jugendämtern und regionalen Jugendzentren, wodurch die Struktur stärker auf die Bedürfnisse vor Ort abgestimmt wird.
Investitionen in Sicherheit und Infrastruktur: Sanierungen und neue Schulstation
Ein weiterer Schwerpunkt der April-Sitzung war die Sicherung und Entwicklung der infrastrukturellen Grundlagen für Jugendliche. Das Kita- und Spielplatzsanierungsprogramm (KSSP 2026) brachte insgesamt 1,098 Millionen Euro an Mitteln zur Verfügung, wovon 551.634 Euro flexibel und 546.545 Euro verbindlich eingesetzt werden. Ein zentrales Projekt war die Sanierung des Gebäudes an der Malchower Weg 46 mit Fensteraustausch, finanziert aus KSSP-Mitteln.
Zudem wurde ein Interessenbekundungsverfahren für eine neue Schulstation an der Grundschule Schleizer Straße eingeleitet. Diese Schulstation ist Bestandteil der Präventionsarbeit im Bildungsbereich und soll künftig in einem neuen Quartier angesiedelt werden, um frühzeitig vorbeugend zu wirken. Die Vertragslaufzeit ist auf 1,5 Jahre (01.08.2026 bis 31.12.2027) festgelegt.
Prävention und Schutz: Kinderarmutsbekämpfung und Kinderschutz
Die Themen Kinderarmutsprävention und Kinderschutz standen im Fokus der Sitzung. Das Jugendamt ist dabei eng in die Verwaltung eingebunden und arbeitet eng mit Trägern von Jugendfreizeiteinrichtungen (JFEs) zusammen. Konkret wurde besprochen, dass Träger von JFEs künftig verpflichtet sind, Vorkommnisse wie Kindeswohlgefährdung unverzüglich an das Jugendamt weiterzuleiten. Dies ist Teil einer umfassenden Regelung zur Handlungssicherheit der Fachkräfte.
Zu den finanziellen Maßnahmen zählen auch die Mittel des Flexibudgets, in das 280.000 Euro für Jugendhilfe bereitgestellt wurden. Zudem wurde beschlossen, Mittel des Projekts „Lichtenberger Aufsteiger*innen“ in andere Familienförderungsprojekte umzuwidmen. So wurden beispielsweise zwei Projekte neu finanziert: „Miteinander wachsen“ und „Sprungtuch“, die insgesamt 26.539,07 Euro erhalten.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Die politischen Entscheidungen des April 2026 zeigen einen klaren Weg: Lichtenberg setzt auf eine stärkere Einbindung junger Menschen in politische Prozesse, investiert in Sicherheit und Bildungsinfrastruktur und baut gleichzeitig präventive Angebote aus. Die Umsetzung der Projekte wird auf engen Austausch mit den Jugendlichen und Eltern angewiesen sein, um deren Bedürfnisse bestmöglich zu berücksichtigen.
Die neue Schulstation und das Format „Jugend.Wort.Stark.“ bilden zukunftsträchtige Säulen einer jugendgerechten Politik. Vor allem in Zeiten von sozialer Ungleichheit und wachsenden Herausforderungen in der Jugendhilfe ist diese verstärkte Beteiligung und Sicherheit ein zentraler Erfolgsfaktor für die Entwicklung des Bezirks.
Quellen
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