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Rosenheim blickt auf März 2026 zurück: Planungen, Personal und Prüfungen im Fokus

Rosenheim blickt auf März 2026 zurück: Planungen, Personal und Prüfungen im Fokus

Im März 2026 standen in Rosenheim städtebauliche Planungen, Personalentscheidungen und Prüfberichte im Vordergrund. Wir fassen die wichtigsten Entwicklungen des Monats für Sie zusammen.

Im Fokus: Bau, Personal und Prüfungen

Was diesen Monat wichtig war

  • Der Jahresabschluss 2023 des Baubetriebshofes wurde festgestellt und erhielt einen unbeschränkten Bestätigungsvermerk – mit einem Jahresüberschuss von über einer Million Euro.
  • Es wurden Vergabemängel bei der Beschaffung von Müllfahrzeugen und anderen Fahrzeugen aufgedeckt, was für Diskussionen und Nachbesserungen sorgt.
  • Der Neubau eines Verwaltungsgebäudes in der Gärtnerei wurde bekanntgegeben – ein Schritt in Richtung bessere Infrastruktur.
  • Die Gleichstellungsarbeit wird verstärkt: Eine neue Stellvertreterin der Gleichstellungsbeauftragten wurde berufen.
  • Neue Planungen für Kurzzeitpflegeplätze, Fahrradinfrastruktur und barrierefreie Zugänge zeigen, dass Rosenheim im März 2026 auf Inklusivität und Mobilität setzte.

Baubetriebshof: Erfolgreich abgeschlossen – aber mit Prüfungen

Im März 2026 wurde der Jahresabschluss 2023 des Baubetriebshofes von der Hubert Jahn Kollegen GmbH geprüft und mit einem unbeschränkten Bestätigungsvermerk bestätigt. Der Eigenbetrieb erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 1.063.422 Euro, wobei die Personal-Kosten um 694.000 Euro gestiegen sind. Allerdings blieb ein Verlustvortrag von 69.607 Euro aus dem Vorjahr.

Auch wenn die finanzielle Lage stabil ist, wurden Vergabemängel bei der Beschaffung von Müllfahrzeugen und anderen Fahrzeugen aufgedeckt. So wurden gesetzliche Vorgaben verletzt, was kritisch gesehen wird. Die Rechnungsprüfung zeigte auf, dass Leistungsbeschreibungen fehlten, keine Bieterinformationen veröffentlicht wurden und keine wirtschaftliche Bewertung stattfand. Die Schwellenwerte wurden überschritten, was die Vorgaben noch strenger macht.

Die Stadt hat sich nun verpflichtet, die Vergabepraxis zu überprüfen und zu verbessern. Dies ist ein wichtiges Signal, um Transparenz und Rechtssicherheit in der öffentlichen Beschaffung zu gewährleisten.

Personalentscheidungen und Gleichstellung

Im März 2026 wurden wichtige Personalentscheidungen getroffen. So wurde Frau Regine Reichenberger als Stellvertretung der Gleichstellungsbeauftragten berufen, was gemäß dem Bayerischen Gleichstellungsgesetz geschieht. Diese Entscheidung unterstreicht den Willen der Stadt, Gleichstellung und Chancengleichheit aktiv voranzutreiben.

Zudem wurde ein Zuschuss für eine Zusatzkraft in Kindertageseinrichtungen beschlossen, um die Personalsituation in Kitas zu verbessern. Ab 2027 wird zudem die Zuschusssumme für Familienstützpunkte erhöht, um diese wichtigen Einrichtungen stärker zu unterstützen.

Auch im Bereich Jugendhilfe gab es Veränderungen: Der Jugendhilfeausschuss wurde neu gebildet und für die Amtszeit 2026–2032 eingesetzt. Dies ist ein Schritt, um jugendpolitische Arbeit langfristig zu sichern.

Städtebau und Mobilität: Planungen und Verbesserungen

In den städtischen Ausschüssen gab es zahlreiche Planungen und Entscheidungen im Bereich Städtebau und Mobilität. So wurde die 61. Änderung des Flächennutzungsplans „Brunnholzstraße West“ beschlossen und der Vorentwurf freigegeben. Zudem wurden Veränderungssperren für den Bebauungsplan Nr. 216 "Hausstätt" und den Bebauungsplan Nr. 217 „Innenstadt“ erlassen.

Auch im Bereich Fahrradinfrastruktur gab es Fortschritte: Es wurden Sachstandsberichte zu Rabstellanlagen und Servicestationen vorgestellt. Zudem wurde eine baustellenbedingte Einbahnstraßenregelung in der Münchener Straße beschlossen – ein Maßnahmenpaket, das den Fahrzeug- und Fußverkehr besser koordinieren soll.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Schaffung solitärer Kurzzeitpflegeplätze, die flexiblere Pflegeangebote ermöglichen sollen. Zudem wurde ein Beratungsbüro für Wohnungsnotfallhilfe genehmigt, um Menschen in finanziellen Notlagen zu helfen.

Überblick: Stärkung der Infrastruktur, Klarheit in der Verwaltung, mehr Inklusivität

Die Entwicklungen im März 2026 zeigen, dass Rosenheim Infrastruktur, Verwaltung und Inklusivität in den Vordergrund stellt. Einerseits wird Transparenz in der Beschaffung gefordert, andererseits werden neue Planungen und Maßnahmen zur Stärkung der Lebensqualität beschlossen.

Es bleibt abzuwarten, wie die Vergabepraxis verbessert wird und welche neuen Projekte im Bereich Städtebau und Mobilität konkret umgesetzt werden. Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies: mehr Sicherheit, mehr Planbarkeit und mehr Chancen in der Stadt.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war in Rosenheim ein Monat mit klaren Entscheidungen, aber auch Herausforderungen. Die Prüfberichte zum Baubetriebshof zeigen, dass die finanzielle Lage stabil ist – aber auch, dass Vergabepraxis und Transparenz überdacht werden müssen. Gleichzeitig wird Personalpolitik neu ausgerichtet, um Gleichstellung, Jugendhilfe und Kitas zu stärken.

In den städtischen Gremien wurde zudem deutlich, dass Infrastruktur, Mobilität und Inklusivität zentrale Themen bleiben. Die beschlossenen Maßnahmen – von der Neugestaltung der Münchener Straße bis zur Schaffung von Kurzzeitpflegeplätzen – zeigen, dass Rosenheim zukunftsorientiert plant.

Im April 2026 werden wir sehen, wie die Vergabepraxis verbessert wird und welche neuen Projekte den Alltag der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen. Bleiben Sie auf dem Laufenden – mit unserem Monatsrückblick aus Rosenheim.

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