Regensburg im Fokus – Januar 2026
In Regensburg gab es in diesem Januar zahlreiche Entscheidungen zu Infrastruktur, Mobilität, Finanzen und Jugendhilfe. Der Bahnhaltepunkt Walhallastraße, Winterdienst auf Radwegen und barrierefreie Zugänge sind nur einige zentrale Themen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Entwicklungen.
Infrastruktur, Mobilität und Finanzen im Vordergrund
Was diesen Monat wichtig war
- Der Bahnhaltepunkt Walhallastraße wird barrierefrei und mit breiterer Unterführung realisiert.
- Regensburg startet Pilotversuch für Winterdienst auf Radwegen.
- Der Stadtrat beschloss einstimmig die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zum Rathausplatz.
- Die Stadt investiert in Katastrophenschutz und beschafft ein Notstromaggregat.
- Förderung der Altstadt und neues Stadtmarketing für Kulturprojekte und Kinderinitiativen.
- Die Finanzen 2025 sind in Teilbereichen entspannter, aber Investitionen bleiben dringend.
Bahnhaltepunkt Walhallastraße: Schritt in Richtung Barrierefreiheit
Der Bahnhaltepunkt Walhallastraße ist ein Meilenstein für die Mobilität in Regensburg. In der Stadtratssitzung am 29. Januar 2026 wurde einstimmig beschlossen, den Realisierungs- und Finanzierungsvertrag mit der DB InfraGO AG abzuschließen. Die Stadt finanziert 9,15 Millionen Euro netto, und die Unterführung wird auf 5,0 Meter Breite erweitert. Zudem wird der Bahnsteig barrierefrei erschlossen. Ziel ist es, Pendler vom Individualverkehr auf den ÖPNV umzustellen, was auch im Nahverkehrsnetz Nord-West eine Rolle spielt.
Winterdienst auf Radwegen: Pilotversuch und Kostenfrage
Im Januar stand ein Pilotversuch für Winterdienst auf Radwegen im Fokus. In der Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Verkehr und Wohnungsfragen wurde beschlossen, die Radroute rr05 mit externer Durchführung auszuprobieren. Die Kosten für den Pilotversuch liegen bei 75.000–90.000 Euro. Für eine dauerhafte Umsetzung wären Investitionen in Räumfahrzeuge und Personal notwendig. Der Pilotversuch ist ein Schritt in Richtung besseren Winterbetriebs für Radfahrer, die in Regensburg stark genutzt werden.
Katastrophenschutz: Investition in Notstromaggregat
Im Januar beschloss der Ausschuss für Verwaltung, Finanzen und Beteiligungen die Beschaffung eines 250 kVA-Notstromaggregats für den Katastrophenschutz. Dieses Gerät soll im Falle eines Blackouts die Treibstoffentnahme aus dem Tanklager sicherstellen. Die Kosten betragen ca. 201.000 Euro brutto und sind im Investitionsprogramm 2024–2028 veranschlagt. Der Beschluss unterliegt der Beschlussnachverfolgung.
Jugendhilfe: Neue Mitglieder im Jugendhilfeausschuss
Der Stadtrat berief neue Mitglieder in den Jugendhilfeausschuss. Christian Meier, Dr. Marco Hildebrand Merk und Sabine Reindl wurden bestellt, Theresa Sittl als stellvertretendes stimmberechtigtes Mitglied. Diese Entscheidung ist ein Schritt zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Regensburg, die in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat.
Stadtmarketing und Altstadt: Förderung und Umsätze
Die Stadt fördert das Stadtmarketing mit bis zu 150.000 Euro pro Jahr. Projekte wie „Nacht.Schafft.Wissen“ und neue Initiativen für Kinder werden unterstützt. Der Verein „Faszination Altstadt“ erhält 75.000 Euro jährliche Förderung über fünf Jahre. Der digitale Altstadt-Gutschein erwirtschaftete im Jahr 2025 bereits 500.000 Euro Umsatz. Diese Maßnahmen tragen zur touristischen und kulturellen Entwicklung der Stadt bei.
Budget und Finanzen: Saldeneutrale Korrekturen
Im Finanzausschuss wurden saldeneutrale Mittelabflusskorrekturen in Höhe von 1,659 Millionen Euro beschlossen. Die Mittelbereitstellungen für das Haushaltsjahr 2025 beliefen sich auf 276.255,77 Euro. Die Finanzlage bleibt stabil, Investitionen in Infrastruktur und Katastrophenschutz bleiben jedoch notwendig.
Infrastruktur und Finanzen: Zwei Seiten einer Medaille
Die Januar-Entscheidungen zeigen, wie eng Infrastruktur und Finanzen in Regensburg verbunden sind. Die Schaffung von barrierefreien Zugängen, die Modernisierung des Nahverkehrs und Investitionen in Katastrophenschutz sind auf der einen Seite notwendige Verbesserungen, auf der anderen Seite aber auch Kostenfaktoren. Die Stadt muss hier zwischen Investitionen in die Zukunft und der Haushaltsstabilität balancieren. Die beschlossenen Projekte sind aber auch Zeichen dafür, dass Regensburg sich für eine lebenswerte, moderne und resiliente Stadtstruktur einsetzt.
Ausblick: Was kommt im Februar?
Im Februar 2026 wird es um die Fortschritte bei den beschlossenen Projekten gehen. Insbesondere die Umsetzung des Bahnhaltepunkts Walhallastraße und der Pilotversuch für Winterdienst auf Radwegen werden im Fokus stehen. Zudem wird die Finanzentwicklung weiter beobachtet. Bürgerinnen und Bürger können sich auf mehr Transparenz und Fortschritte in der Infrastruktur freuen.
Fazit
Der Januar 2026 war in Regensburg geprägt von konkreten Entscheidungen für die Zukunft der Stadt. Von barrierefreien Zugängen bis hin zu Katastrophenschutz – die Stadt investiert in ihre Infrastruktur, ihre Bürgerinnen und Bürger und ihre Sicherheit. Die beschlossenen Projekte sind nicht nur symbolisch, sondern auch praktisch relevant. Regensburg bewegt sich auf einem guten Weg, bleibt aber sensibel für die finanziellen Herausforderungen.
Quellen
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