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Passau Monatsrückblick: Klima, Finanzen und Bauten

Passau Monatsrückblick: Klima, Finanzen und Bauten

Im März 2026 standen in Passau wichtige Entscheidungen zu Klimaschutz, Haushalt und städtischen Bauprojekten im Fokus. Hier ist der Überblick über die zentralen Entwicklungen.

Klima, Haushalt und Bau: März 2026 in Passau

Was diesen Monat wichtig war

  • Der Ausschuss für Klima und Umwelt lehnte den Antrag der ÖDP auf Ablehnung von Mini-Atomkraftwerken ab.
  • Der Haushalt 2026 wurde mit einem Verwaltungshaushalt von über 223 Millionen Euro beschlossen.
  • Im Bauausschuss wurde die Einrichtung der Tagwache sowie Umbauarbeiten für eine Kindertagesstätte genehmigt.
  • Über 200.000 Euro wurden für Hochwasserschutz- und Sanierungsmaßnahmen bereitgestellt.
  • Der Tennenplatz könnte künftig zu einem Kunstrasenplatz umgebaut werden.

Klimaschutz und Energiedebatte

Im Ausschuss für Klima und Umwelt standen im März 2026 kontroverse Diskussionen um die Energiezukunft Passaus im Mittelpunkt. Der Antrag der ÖDP-Stadtratsfraktion, Mini-Atomkraftwerke (Small Modular Reactors, SMR) in Passau abzulehnen, wurde mit 2 zu 10 Stimmen abgelehnt. Damit signalisiert die Mehrheit der Stadtratsmitglieder, dass sie SMR nicht grundsätzlich ablehnt und offen für deren Nutzung bleibt – vorausgesetzt, sie erfüllen Sicherheits- und Umweltstandards.

Die Debatte fand im Kontext der Kommunalen Wärmeplanung und der Novellierung des Bayrischen Wassergesetzes (BayWG) statt. Obwohl keine konkreten Paragraphen genannt wurden, wurden die Relevanz von Klimaschutzmaßnahmen und Hochwasserschutz weiter unterstrichen. Die Sitzungsniederschrift vom Januar 2026 wurde einstimmig genehmigt, was zeigt, dass die Ausschussarbeit in strukturierter Form fortgeführt wird.

Haushalt 2026: Sicherheit und Investitionen

Der Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen legte im März den Grundstein für den Haushalt 2026. Mit einem Verwaltungshaushalt von 223,2 Millionen Euro und einem Vermögenshaushalt von 36,3 Millionen Euro plant die Stadt Passau stabil und vorausschauend. Besonders auffallend ist die Kreditermächtigung in Höhe von 5,2 Millionen Euro, die für Investitionen zur Verfügung steht.

Auch in der Investitionsplanung gab es konkrete Entscheidungen:

  • 200.000 Euro für den Hochwasserschutz in der Obere Donaulände
  • 100.000 Euro für den Ausbau des Eduard-Poschinger-Wegs
  • 80.000 Euro für den Pendelverkehr durch die Altstadt
  • 50.000 Euro für die Sanierung des Rathaussaals

Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Sanierung des Tennenplatzes, der laut CSU-Antrag in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden könnte. Der Finanzausschuss empfahl den Haushalt dem Stadtrat zur endgültigen Zustimmung.

Baumaßnahmen und Kindertagesstätten

Im Ausschuss für Bauen und Liegenschaften wurden mehrere wichtige Baumaßnahmen beschlossen. Der Neubau der Tagwache erhält eine klare Richtung: Die Firma Rinkl Werkstatt-Technik GmbH wurde mit 273.049,07 Euro für die Einrichtung beauftragt. Zudem wurde der Umbau einer Bestandsimmobilie zu einer Kindertagesstätte konkretisiert – mit der Firma Hoffmann GmbH wurde ein Vertrag über Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärarbeiten abgeschlossen.

Diese Projekte zeigen, dass Passau in Bildung und Infrastruktur investiert. Sie tragen nicht nur zur besseren Betreuung von Kindern bei, sondern auch zur Erneuerung des städtischen Gebäudebestandes.

Übergeordnete Tendenzen

Ein deutlicher Trend im März 2026 ist die Zunahme von Investitionsbudgets in Klimaschutz und Infrastruktur. Gleichzeitig bleibt Passau bei der offenen Haltung gegenüber neuen Technologien, wie es bei der Debatte um SMR deutlich wurde. Zudem setzt die Stadt auf transparense Sitzungsarbeit, was an der Genehmigung mehrerer Sitzungsniederschriften ablesbar ist.

Die Finanzentscheidungen zeigen zudem, dass Passau sich auf langfristige Planung verlässt – auch bei den Kreditermächtigungen und Tilgungen. Dies ist ein positives Signal für die finanzielle Stabilität der Stadt.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war in Passau geprägt von klaren Entscheidungen in den Bereichen Klima, Finanzen und Bau. Die Ablehnung des ÖDP-Antrags zeigt, dass Passau bei Energiefragen pragmatisch bleibt. Der Haushalt 2026 wurde mit einem starken Fokus auf Investitionen beschlossen, und für den Sommer sind weitere Diskussionen über Sanierungs- und Neubauprojekte zu erwarten.

Passau bewegt sich damit auf einem Kurs, der sowohl Klimaschutz als auch wirtschaftliche Sicherheit in den Vordergrund stellt. Die nächsten Monate werden zeigen, wie sich diese Entscheidungen in konkreten Projekten und Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger niederschlagen.

Quellen

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