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Ingolstadt aktuell – März 2026: Windenergie, Steuern und Baumaßnahmen im Fokus

Ingolstadt aktuell – März 2026: Windenergie, Steuern und Baumaßnahmen im Fokus

Im März 2026 setzte sich Ingolstadt mit zentralen Themen wie Windenergie, Grundsteuererhöhung, Baumaßnahmen und Strukturveränderungen im kommunalen Bereich auseinander. Hier der monatliche Überblick.

Wind, Steuern und Baustellen: Ingolstadt im März 2026

Was diesen Monat wichtig war

  • Windenergie-Konzept aktualisiert: Ingolstadt reduziert die Flächenkulisse auf 1,1 %.
  • Grundsteuer B angehoben: Hebesätze steigen auf 600 bis 650 v.H. – Mehreinnahmen in Millionenhöhe erwartet.
  • Millionen investiert in Infrastruktur: Straßenbau, Schulen und Wasserversorgung im Fokus.
  • Auflösung von Gremien: Aufsichtsräte und Zweckverbände werden neu strukturiert.
  • Bürgerbeteiligung fortgeführt: Projekte wie der Regenbogenspielplatz werden kommuniziert.

Windenergie und Flächennutzung: Stadt schreibt Zukunft mit

Im März stand die Fortschreibung des Regionalplanes im Mittelpunkt, insbesondere das Kapitel Windenergie. Der Planungsausschuss beschloss, die Flächenkulisse für Windenergie auf 1,1 % zu reduzieren – eine klare Antwort auf die wachsenden Bedürfnisse der Bürger:innen nach Landschaftsschutz und nachhaltiger Energiepolitik.

Zudem wurden mehrere Bebauungspläne verabschiedet, darunter der B-Plan 173 C „Friedrichshofen – Am Kreisel B 13“ sowie der B-Plan 122 A „Lindberghstraße“. Mit dem Bau-Turbo-Novelle nach § 36a BauGB will Ingolstadt Bauverfahren beschleunigen, um Investitionen und Wohnraumförderung voranzutreiben.

Haushaltsentlastung durch Steuererhöhung

Um die finanzielle Grundlage für die anstehenden Projekte zu sichern, beschloss der Stadtrat die Erhöhung der Grundsteuer B auf 600 und 650 v.H., was Mehreinnahmen von bis zu 11,56 Mio. € erwarten lässt. Zudem wurden Gebühren für Toilettencontainer und Baustellenlager deutlich angehoben, was geschätzte Mehreinnahmen von 15.000 € jährlich bringt.

Eine Kreditermächtigung für das Haushaltsjahr 2026 wurde beantragt, um vorläufige Haushaltsführung und Investitionen abzusichern. Die finanziellen Maßnahmen sind Teil der Strategie, langfristige Investitionen wie die Sanierung des Reuchlin-Gymnasiums (45 Mio. €) oder des Katharinengymnasiums (105 Mio. €) zu finanzieren.

Straßenbau, Schulen und Wasser: Millionen investiert in die Infrastruktur

Im Bereich Infrastruktur und Tiefbau gab es konkrete Investitionsentscheidungen. Für die Harderstraße sind 3,7 Mio. € für eine Neugestaltung vorgesehen, die Brücke über den Ludlgraben wird mit 1,8 Mio. € saniert. Im Bereich der Wasserversorgung genehmigte der Stadtrat Projekte im Umfang von 2,968 Mio. €, darunter Sanierungen in der Schweden- und Hanslmairstraße.

Im Bildungsbereich sind die Sanierungen an den Schulen ein zentrales Thema: Der Katharinengymnasium wird mit 105 Mio. € neu gestaltet – die größte Investition im Bildungsbereich Ingolstadts. Auch die Wirtschaftsschule und das Alte Rathaus profitieren von Investitionen.

Kommunale Strukturwechsel: Gremien und Personal

Im März 2026 gab es bedeutende Strukturveränderungen. So wurde beschlossen, den Aufsichtsrat der INKoBau und der Ingolstädter Verkehrsgesellschaft mbH aufzulösen. Die Zentralkläranlage wurde mit ihrem gesamten Personal, Vermögen und Verbindlichkeiten in die INKB AöR überführt.

Auch auf Personalniveau gab es Wechsel: 37 Mitarbeitende der Zentralkläranlage wechseln in die neue Organisation. Eine Zweckvereinbarung mit der Abwasserbeseitigungsgruppe Ingolstadt-Nord sichert die Abwasserentsorgung für die Zukunft ab.

Bürgerbeteiligung und Transparentheit im Fokus

Ingolstadt setzt weiterhin auf Bürgerbeteiligung. Die Bürgerversammlung I – Mitte beschloss Investitionen in Höhe von 4.890 € für Beleuchtungsanlagen und 36.500 € für eine Orgel in der Kirche Maria-de-Viktoria.

Zudem wurde die Plattform www.ingolstadt-macht-mit.de weiter ausgebaut, um die Bürger:innen über Baumaßnahmen und Projekte zu informieren. Highlight ist der Regenbogenspielplatz im Klenzepark, der im kommenden Jahr realisiert werden soll.

Überblick: Themen, die zusammenlaufen

Die Entscheidungen des vergangenen Monats zeigen ein klares Bild: Ingolstadt investiert in die Zukunft, stellt sich den Herausforderungen der Energiepolitik, der Infrastruktur und der finanziellen Sicherheit. Gleichzeitig wird der Fokus auf Transparenz und Bürgerbeteiligung verstärkt.

Die Strukturwechsel in Verwaltung und Gremien sind Teil einer langfristigen Strategie, die Kommune effizienter zu gestalten. Die Erhöhung der Grundsteuer und Gebühren ist dabei ein notwendiges, aber vorsichtig abgestimmtes Instrument, um Investitionen finanzieren zu können.

Fazit und Ausblick

Der März 2026 war ein Monat der Entscheidungen, der Vorbereitungen und der klaren Positionierungen. Ingolstadt hat sich in den zentralen Themen wie Windenergie, Steuerpolitik und Infrastruktur klar positioniert. Die Investitionen in Schulen, Straßen und Wasserversorgung zeigen, dass die Stadt bereit ist, für die Zukunft zu bauen.

Im April werden die ersten Projekte in die Umsetzung gehen – und die Bürger:innen können sich auf mehr Transparenz, mehr Dialog und mehr Tempo freuen.

Quellen

Sitzung

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