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Verkehrs- und Mobilitätspolitik in Stuttgart: Sicherheit, Parken und Investitionen im April 2026

Verkehrs- und Mobilitätspolitik in Stuttgart: Sicherheit, Parken und Investitionen im April 2026

Der April 2026 war in Stuttgart geprägt von entscheidenden Maßnahmen im Bereich Verkehr und Mobilität: Sicherheitsverbesserungen, Parkgebührenanpassungen und Investitionen in Infrastruktur standen im Fokus.

Sicherheit und Fußgängerfreundlichkeit als Priorität

Stuttgart setzt verstärkt auf Sicherheit im Straßenverkehr, insbesondere für Fußgänger und Kinder. Im Bezirksbeirat West wurde der „Schulweg Check 2026“ vorgestellt, der aufzeigt, wo Verbesserungen notwendig sind. Die Initiative „Kidical Mass Stuttgart“ warf zudem kritisch auf die Situation für Radfahrer und Fußgänger in der Innenstadt.

Ein konkretes Projekt, das im April weiter vorangetrieben wurde, ist die Sanierung des Zebrastreifens an der Steinhaldenstraße / Kolpingstraße in Bad Cannstatt. Ein Antrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurde einstimmig angenommen. Vorgeschlagene Maßnahmen umfassen Tempo-30-Zonen, Berliner Kissen sowie bessere Beleuchtung – allesamt Maßnahmen, die den Schutz von Fußgängern, insbesondere Kindern, erhöhen sollen.

Parkraummanagement und Gebührenanpassungen

Im Bereich Parkraummanagement trat im April 2026 eine wichtige Neuerung vorbereitend in Kraft: Die neue Parkgebührensatzung wird zum 1. Oktober 2026 gelten. Sie sieht deutliche Preisanpassungen vor, die im Zuge der Klimaschutzstrategie Stuttgarts als Maßnahme zur Reduzierung von CO2-Emissionen begründet werden.

Die Gebühren steigen in der „City“-Zone um ca. 16 %, in den übrigen Bewirtschaftungsgebieten um ca. 25 %. In öffentlichen Parkgaragen, Wohnparkgaragen und P+R-Anlagen sind Erhöhungen um 13–18 % geplant. Besonders auffallend ist die Erhöhung des Tagestickets um 15 %, das ab 8 Std. 40 Min. günstiger wird.

Der Finanzplan sieht eine Einnahmensteigerung aus Parkgebühren von 250.000 EUR für 2026, 40.000 EUR für 2027 und ab 2028 jährlich ca. 650.000 EUR voraus.

Auch bei der konkreten Parkplatzgestaltung gibt es Beispiele wie den TG Rotebühlplatz, wo die Stunde 3,80 EUR kostet, und die NeckarPark-Tarife, die bis 20 EUR für Omnibusse ansteigen. Für Menschen mit Behinderung bleibt das Parken in den meisten Fällen kostenlos, ebenso für Parkplätze bei VfB-Spielen in der MHP Arena.

Investitionen in Infrastruktur und Verkehrsprojekte

Neben Sicherheitsmaßnahmen und Parkraumpolitik war der April 2026 auch von Investitionen in Verkehrsinfrastruktur geprägt. Ein zentrales Projekt ist die Brücke über den Seeblickweg in Höhe der Zuckerbergstraße (Mühlhausen / Bad Cannstatt), die im Februar 2025 eröffnet wurde. Die Kosten stiegen von ursprünglich 3,97 Mio. EUR auf 6,13 Mio. EUR, wobei moderne Technologien wie BIM und Carbonbeton eingesetzt wurden.

Ein weiteres Projekt ist die Sanierung des Seeblickwegs in Mühlhausen 3 (Neugereut), bei der Fördermittel aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ angemeldet wurden. Die Finanzierung erfolgt über mehrere Jahre und umfasst Straßenbauarbeiten sowie die Baukosten der Brücke.

Fahrradfreundliche Stadt: Reparaturstationen und Fahrradbügel

In Bad Cannstatt setzte die CDU im April 2026 zwei einstimmig angenommene Anträge durch: die Schaffung von Fahrradreparatursäulen entlang der Fahrradwege und die Installation zusätzlicher Fahrradbügel an Haltestellen und öffentlichen Plätzen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Attraktivität des Fahrradverkehrs weiter zu steigern und gleichzeitig die Infrastruktur zu verbessern.

Ausblick: Mobilität 2026 und darüber hinaus

Die Verkehrs- und Mobilitätspolitik in Stuttgart zeigt sich 2026 als dynamisch und auf Klimaschutz, Sicherheit und Investitionen ausgerichtet. Die Parkgebührenreform, die Sicherheitsmaßnahmen an Zebrastreifen und die Investitionen in neue Brücken und Fahrradinfrastruktur sind Schritte in Richtung einer nachhaltigeren und verkehrssicheren Stadt.

Zukunftsorientiert bleibt auch die Förderung von Carsharing, E-Trikes und Bewegungsprojekten – allesamt Elemente, die die Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen attraktiver und sicherer machen.

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