Monatlich 3 Min. Lesezeit

Stuttgart: Verkehr und Mobilität im Januar 2026 – Ausbau, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Stuttgart: Verkehr und Mobilität im Januar 2026 – Ausbau, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Im Januar 2026 setzt Stuttgart seine Arbeit an einer nachhaltigen Verkehrspolitik fort. ÖPNV wird erweitert, Radwege ausgebaut und Lärmschutzmaßnahmen geplant. Der Blog gibt einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen im Bereich Verkehr und Mobilität.

Stuttgart mobil: Verkehr im Januar 2026 – Ausbau, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Im Januar 2026 setzt Stuttgart mit Nachdruck auf eine moderne, umweltfreundliche und leistungsfähige Verkehrspolitik. Die Stadt nutzt das politisch gewachsene Momentum, um den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, die Radinfrastruktur auszubauen und gleichzeitig Lärmschutz- und Klimaschutzmaßnahmen voranzutreiben. In diesem Monat wurden zahlreiche Entscheidungen getroffen und Planungen angestoßen, die den Verkehr in Stuttgart für die Zukunft neu definieren sollen.

ÖPNV: Erweiterung, Digitalisierung und Barrierefreiheit

Der ÖPNV in Stuttgart erfährt im Januar 2026 einen weiteren Schub. Der Nahverkehrsplan 2025 sieht die Verlängerung der Stadtbahnlinien U13 und U19 vor, sowie die Einführung einer neuen U-Bahnlinie U25. Die U5 wird bis „Neuer Markt“ verlängert, und die U6 bis zum Flughafen. Mit diesen Maßnahmen wird die Erreichbarkeit des Stadtzentrums und der Außenbezirke verbessert.

Ein weiterer Meilenstein ist die Einführung von SSB Flex, einem Ridepooling-Dienst, der vor allem in Schwachverkehrszeiten und im ländlichen Raum als Ergänzung zum regulären ÖPNV fungiert. Die digitale Verkehrsleitzentrale (IVLZ) wird erweitert, um Echtzeit-Informationen über die Verkehrslage zu liefern und den Betrieb zu optimieren.

Barrierefreiheit bleibt ein zentrales Thema: Insgesamt wurden 99 % der Stadtbahnhaltestellen barrierefrei umgestaltet, und für die Bushaltestellen ist ein vollständiger Umbau geplant. Die Stadt setzt zudem auf emissionsfreie Busse und plant, die gesamte Busflotte bis 2027 auf klimafreundliche Antriebe umzustellen.

Radverkehr: Ausbau der Infrastruktur und neue Projekte

Der Radverkehr hat in Stuttgart einen festen Platz in der Mobilitätsstrategie. Im Januar 2026 wurden Planungen für neue Fahrradparkhäuser und Werkstätten angestoßen, darunter ein Projekt im Stadtbezirk Möhringen. Die Hauptradroute 3 (Königsträßle) wurde in die Vorplanung aufgenommen, und die „Grüne Fuge“ entlang der Plieninger Straße wird als zentrale Verbindung weiterentwickelt.

Zudem wird geprüft, ob kreuzungsfreie Radwege wie Fahrradstege sinnvoll sind, um den Verkehr zu entzerren und die Sicherheit der Radfahrer zu erhöhen. Die Stadt setzt zudem auf breite Geh- und Radwege (3,5 m) und eine deutliche Verbesserung der Radverbindung zum Flughafen und zur B27.

Lärmschutz und Klimaschutz: Herausforderungen und Maßnahmen

Die Verkehrslärmproblematik bleibt eine Herausforderung, besonders entlang der Plieninger Straße und Kurt-Schumacher-Straße. Die Schallbelastung liegt tagsüber bei 70–75 dB(A) und überschreitet nachts die Beurteilungspegel. Im Januar 2026 wurden konkrete Maßnahmen diskutiert, darunter die Installation von schalldämmenden Fenstern, Lärmschutzmauern und die Anordnung von Gebäuden, um Schallwellen abzulenken.

Klimaschutz bleibt ein zentrales Thema: Stuttgart setzt auf Dachbegrünung, Regenwasserbewirtschaftung und PV-Flächen, um die Versiegelung zu reduzieren. Die Stadt plant zudem, bis 2030 die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor um 40 % zu reduzieren, vor allem durch den Ausbau des ÖPNV und der Radinfrastruktur.

Zukunftslinien und Infrastruktur: Stuttgart 21 und mehr

Der Ausbau des Hauptbahnhofs im Rahmen von Stuttgart 21 ist im Januar 2026 im Fokus. Die neue Haltestelle „Staatsgalerie“ und der Tunnelausbau sind Schwerpunkte. Zudem wird die S-Bahn-Station „Mitternachtstraße“ im Juli 2027 eröffnet, und die Stammstrecke der S-Bahn wird nach Nordosten erweitert. Die digitale Leit- und Sicherungstechnik ETCS wird eingeführt, um die Sicherheit und Effizienz des Schienenverkehrs zu steigern.

Auch bei der Flughafennähe hat Stuttgart Vorsichtsmaßnahmen geplant: Bauwerke über 460 m ü. NN müssen als Luftfahrthindernisse gekennzeichnet werden, und es wird auf den Schutzabstand zu Strom- und Gasleitungen geachtet.

Fazit: Mobilität in Stuttgart im Wandel

Der Januar 2026 markiert einen bedeutenden Meilenstein in Stuttgarts Verkehrspolitik. Die Stadt setzt auf einen nachhaltigen, leistungsfähigen und klimafreundlichen ÖPNV, einen starken Ausbau der Radinfrastruktur und umfassende Maßnahmen zur Lärmbelastung und Klimaschutz. Mit der Digitalisierung der Verkehrsleitzentrale, der Einführung von Ridepooling-Diensten und der Erweiterung der Stadtbahnlinien hat Stuttgart die Weichen für eine moderne, zukunftsorientierte Mobilität gestellt.

Quellen

Sitzung

Weitere Beiträge aus Stuttgart

Früher wissen. Früher handeln.

Erhalten Sie automatisch Alerts zu relevanten kommunalen Projekten – bevor Ihre Mitbewerber davon erfahren.

Jetzt kostenlos testen