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Stuttgart: Monatsrückblick März 2026 – So gestaltet sich die Stadtentwicklung

Stuttgart: Monatsrückblick März 2026 – So gestaltet sich die Stadtentwicklung

Im März 2026 setzte Stuttgart wichtige Impulse in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Klima und Quartiersentwicklung. Hier ist der Überblick der wichtigsten Entscheidungen und Projekte.

Gesundheit und Jugend im Fokus

Was diesen Monat wichtig war

  • Stuttgarter Ziele für ein gesundes Aufwachsen wurden verabschiedet, mit Schwerpunkten auf mentale Gesundheit, Bewegung und Ernährung.
  • Haushaltskürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe ab 2026 mit geplanten Gesprächen mit Trägern.
  • Jugendratsarbeit blüht auf: Turniere, Kleidertauschpartys und monatliche Jugendtage geplant.
  • Modell-Kita „Zusammen wachsen“ startet bald – inklusive Kinder mit Behinderung.
  • ASB-Kündigung aufgrund grober Pflichtverletzungen: Rechtsfolgen und Rechnungsstellung im sechsstelligen Bereich.

Klima und Umwelt: Investitionen für die Zukunft

Im März 2026 setzte Stuttgart verstärkt auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Forschungsprojekt GLOW-Up erhält 180.917,40 Euro an Bundesmitteln und läuft bis Ende 2027. Insgesamt wurden 8 Millionen Euro aus dem KLIMOPASS-Förderprogramm für drei Projekte in Stuttgart bewilligt, darunter fünf Baumpflanzungen in Feuerbach für 150.000 Euro.

Auch im Personalbereich gibt es Flexibilität: Für GLOW-Up können 18 Personenmonate einer Vollzeitkraft außerhalb des Stellenplans eingesetzt werden. Diese Maßnahmen zeigen, wie Stuttgart den Klimaschutz aktiv in die lokale Politik einbindet und langfristig investiert.

Wohnen und Quartiersentwicklung: Was in den Bezirken passiert

Die Bezirksbeiräte beschäftigten sich intensiv mit Quartiersentwicklung und Infrastruktur. In West wurde die Sicherung der Sichtachsen an der Haltestelle Schloss-/Johannesstraße genehmigt. In Mühlhausen wurde die Verlängerung der Buslinie 205 zwischen Schmiden und Max-Eyth-See beschlossen – mit 40.000 Euro für eine Erprobungsphase ab 2027. Feuerbach thematisierte wiederholt Stromausfälle und beauftragte Stuttgart Netze mit einer Prüfung.

In Untertürkheim wurde der Antrag auf Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft auf dem Kinobauer-Areal abgelehnt. Stattdessen diskutierten die Räte über alternative Nutzungsmöglichkeiten wie Azubi-Wohnungen oder Start-up-Flächen. Insgesamt zeigt sich: Quartiersentwicklung bleibt ein zentraler Themenblock mit breiter Beteiligung und konkreten Projekten.

Kultur, Bildung und Teilhabe: Vielfalt und Partizipation

Die kulturellen und sozialen Initiativen in Stuttgart steigen weiter an. In West wurde der Kulturbunker als Kulturraum einstimmig sichergestellt, und auch ein Antrag zur Sicherung des Raumes wurde angenommen. In Feuerbach erhielt die Harmonikafreunde einen Zuschuss für einen Keyboard-Verstärker. Insgesamt wurden über 16.000 Euro für kulturelle Projekte in Zuffenhausen genehmigt, darunter ein Musikprojekt.

Im Bereich Bildung setzte sich die Leitlinie „Kita für alle“ durch, inklusive Pilotphase und Praxisbeirat. Die Modell-Kita „Zusammen wachsen“ wird ab 2026/2027 für 52 Kinder – darunter 12 mit Behinderung – geöffnet. Diese Projekte unterstreichen, wie Stuttgart Inklusion und Partizipation in Bildung und Kultur stärkt.

Finanzen und Haushalt: Was wird wo investiert?

Der Jobcenter-Budget für 2026 liegt bei 78,7 Millionen Euro, davon 56,6 Millionen Euro aus Bundesmitteln und 10,1 Millionen Euro aus kommunalen Mitteln. Die Hauptradroute 41 wird mit 13,8 Millionen Euro gebaut, wobei Risikoprognosen und Eigenleistungen berücksichtigt werden. Die Elternentgelte an Grundschulen steigen um 20 %, mit einem neuen Essenspreis von 4,20 Euro pro Mahlzeit ab September 2026.

Zudem wird die S-Bahn-Linie Heimerdingen–Vaihingen mit 1 Million Euro unterstützt. Die Kostenentwicklung bleibt transparent: Bau, Betrieb und Fahrzeugfinanzierung sind in Millionenhöhe kalkuliert. Diese Transparenz im Haushalt ist ein wichtiges Signal für Vertrauen in die kommunale Politik.

Gesamteinschätzung: Entwicklung auf mehreren Ebenen

Stuttgart bewegt sich auf mehreren Ebenen: In der Gesundheitspolitik werden langfristige Ziele gesetzt, in der Klimaarbeit werden Projekte finanziert, und in der Quartiersentwicklung steigen die Investitionen. Die Jugendratsarbeit bleibt lebendig, und auch in Bildung und Kultur gibt es Impulse für mehr Inklusion und Partizipation. Finanzpolitisch bleibt die Stadt transparent und planvoll.

Ausblick: Was kommt im April?

Im April 2026 wird Stuttgart die ersten Ergebnisse der Modell-Kita und der Stuttgarter Gesundheitsziele überprüfen. In den Bezirken werden weitere Infrastrukturprojekte beschlossen, und die Klimaarbeit wird verstärkt. Bürger*innen sollten auch hier wieder aktiv bleiben – denn die Stadtentwicklung braucht die Meinungen und Ideen der Menschen vor Ort.


Quellen

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