Januar 2026: Stuttgart im Fokus – Was sich in der Landeshauptstadt getan hat
Im Januar 2026 gab es in Stuttgart zahlreiche Entwicklungen in den Bereichen Mobilität, Klima, Bildung und Finanzen. Der Ausbau der Fahrradinfrastruktur, grobe Investitionen in den Schulbau, die Diskussion um Flusswärme und Gebührenerhöhungen zeigen, wie vielschichtig die städtischen Themen sind.
Was diesen Monat wichtig war
- Fahrradparkhaus in Möhringen: Der Antrag auf eine neue Fahrradwerkstatt und ein Fahrradparkhaus wird diskutiert.
- Neubau des Geschwister-Scholl-Gymnasiums: Mit 186,75 Mio. EUR investiert Stuttgart in eine moderne, barrierefreie Schule.
- Wärmeplanung im Fokus: Die Stadt diskutiert Flusswärme als klimafreundliche Heizquelle – mit hohem Potenzial.
- Gebührenerhöhungen: Stadtbibliothek, Planetarium und Weissenhof.Forum erhöhen Gebühren, um Mehreinnahmen zu generieren.
- Bezirksbudgeteinsätze: Zahlreiche kulturelle und soziale Projekte wurden beantragt und genehmigt.
Mobilität und Verkehr: Fahrrad, ÖPNV und Sicherheit
Im Januar 2026 setzte Stuttgart verstärkt auf nachhaltige Mobilität. Der Antrag auf einen Fahrradparkhausbau in Möhringen ist ein weiterer Meilenstein in der Fahrradinfrastruktur. Zudem wurden in mehreren Bezirken Anträge auf Verkehrsflächen genehmigt, die kulturelle und präventive Veranstaltungen ermöglichen.
Im Bereich des ÖPNV standen Fahrplananpassungen in Sillenbuch im Vordergrund. In Bad Cannstatt wurde ein Antrag auf eine Signalanlage für Linksabbieger an einer Kreuzung diskutiert, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Zudem wurden Haltezonen für Gehbehinderte und neue Parkplätze für Schwerbehinderte eingerichtet, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.
Klima und Energie: Wärmeplanung, CO2 und Flusswärme
Klimaschutz und Energieeffizienz standen im Januar besonders im Fokus. Die Diskussion um Flusswärme als zukünftige Heizquelle brachte neue Impulse: Laut Berichten könnte bis zu 82 % der Wärmeversorgung durch Flusswärme gedeckt werden. Referenzprojekte wie das in Köln (RheinEnergie) und Berichte aus Stadtwerken, EnBW und der Universität Braunschweig untermauern das Potenzial.
Ein weiteres Highlight war der geplante Neubau des Hauses für Film und Medien (HFM). Obwohl das Gebäude nach städtischer Definition klimaneutral ist, wird eine CO2-Zunahme von 74 Tonnen pro Jahr erwartet. Die Finanzierung über 97,68 Mio. EUR und eine Fertigstellung im Frühjahr 2029 zeigen die Dimension des Projekts.
Bildung und Infrastruktur: Schulbau und Sprachförderung
Im Bildungsbereich wurden wichtige Investitionen beschlossen. Der Erweiterungsneubau des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) mit einer Gesamtkosten von 186,75 Mio. EUR ist ein Meilenstein. Die Sanierung des Fachklassenbaus am Schickhardt-Gymnasium mit Energiemodernisierung, Dämmung und PV-Anlage unterstreicht den Fokus auf Nachhaltigkeit.
Zudem wird das „Sprach-Kitas“-Programm bis 2026 fortgeführt. Mit 3.016.750 EUR Gesamtaufwendungen, davon 2.172.500 EUR aus Bundeszuschüssen, setzt Stuttgart auf frühkindliche Sprachförderung. Antrag auf Öffnung des Lehrschwimmbeckens am Wilhelmsgymnasium für Vereine zeigt zudem die Bedeutung von Sport und Freizeit im Bildungssystem.
Finanzen und Gebühren: Mehreinnahmen und Investitionen
In der Finanzplanung gab es mehrere Diskussionen. Die Stadtwerke investierten 639 Mio. EUR in Projekte wie den Neubau des Hauses G am Klinikum Stuttgart und die Verlängerung der Stadtbahnlinie U5. Zudem wurden Gebührenerhöhungen beschlossen: Stadtbibliothek, Planetarium und Weissenhof.Forum erhöhen Gebühren, um Mehreinnahmen von insgesamt 230.700 EUR in den Haushaltsjahren 2026/2027 zu generieren.
Bezirksbudgeteinsätze für kulturelle und soziale Projekte wurden ebenfalls weiterentwickelt. Veranstaltungen wie das Anna-Scheufele-Fest, Weihnachtsbäume, Wunschbäume und Infoveranstaltungen zur Wärmeplanung wurden beantragt und genehmigt.
Cross-Topic-Insights: Nachhaltigkeit und Partizipation
Ein klarer Trend in der Januar-Sitzung ist die Verbindung von Nachhaltigkeit und Partizipation. Einerseits wird investiert in klimafreundliche Gebäude und Energiekonzepte, andererseits wird verstärkt auf Jugendbeteiligung und Bürgerbeteiligung gesetzt. Der Ausbau der Mobilität und der Schwerpunkt auf Klimaschutz zeigen, dass Stuttgart sich auf eine zukunftsfähige Stadtentwicklung konzentriert.
Die Diskussionen um Flusswärme und die CO2-Bilanz des HFM zeigen zudem, dass die Stadt nicht nur in Projekte investiert, sondern auch transparent über mögliche Umweltfolgen informiert. Dies ist ein wichtiges Signal für eine nachhaltige und vertrauenswürdige Politik.
Schlussfazit mit Ausblick
Januar 2026 war ein Monat mit vielen Impulsen für Stuttgart. Vom Ausbau der Mobilität über Investitionen in Bildung und Klimaschutz bis hin zu Gebührenerhöhungen und Partizipationsprojekten – die Stadt bewegt sich in mehreren Bereichen gleichzeitig. Die Diskussionen um Flusswärme und klimaneutrale Bauprojekte zeigen, wie zentral Nachhaltigkeit im kommunalpolitischen Diskurs geworden ist.
Im Februar wird der Fokus wahrscheinlich auf die Umsetzung der beschlossenen Projekte und auf neue Planungen für die IBA‘27 liegen. Die Stadt hat sich klar für eine zukunftsfähige, partizipative und nachhaltige Entwicklung entschieden – und das spiegelt sich in den Entscheidungen des Januars.
Quellen
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