Mobilität im Rhein-Neckar-Kreis: Regiobuslinien, Straßenbau und mobile Atemschutzübungsanlage im März 2026
Im März 2026 setzte sich der Rhein-Neckar-Kreis intensiv mit Themen der Mobilität auseinander. Wichtige Entscheidungen fielen zu den Regiobuslinien 750 und 798, zu Straßenbaumaßnahmen und zur Planung der mobilen Atemschutzübungsanlage (MOBAS). Der Blog gibt einen detaillierten Überblick über die Hintergründe, Entscheidungen und Auswirkungen.
Regiobuslinien 750 und 798: Halbstundentakt ab Dezember 2026
Im März 2026 beschloss der Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft die Fortführung der Regiobuslinien 750 (Schwetzingen – Walldorf – Wiesloch) und 798 (Speyer – Hockenheim – Walldorf – Wiesloch), einschließlich der Ausweitung auf einen Halbstundentakt während der beruflichen Hauptverkehrszeiten ab dem 12.12.2026. Diese Entscheidung ist Teil der stetigen Anpassung an die Förderrichtlinien des Landes, die in Verdichtungsraumen einen Halbstundentakt fordern.
Die Linien, die vom Verkehrsunternehmen SWEG Bus GmbH betrieben werden, verzeichnen seit 2023 einen positiven Fahrgasttrend. Die Linie 750 stieg um 12 bis 24 %, die Linie 798 um 28 bis 51 %. Die Haltepunkte sind gut an den Schienenverkehr angebunden, und die Linien werden nicht nur von Berufspendlern genutzt, sondern auch für Freizeit- und Wochenendverkehr.
Die Umsetzung des Halbstundentaktes bedeutet zusätzliche Kosten: Etwa 295.000 € für Linie 750 und 411.000 € für Linie 798 im Jahr 2027. Da die Erlösquoten bei knapp 50 % liegen, steigen auch die kommunalen Finanzierungsanteile des Rhein-Neckar-Kreises. Die Verwaltung wird beauftragt, rechtzeitig die Wiederbeantragung der Fördermittel durchzuführen.
Straßenbau und Sicherheitsprogramm: Investitionen in die Infrastruktur
Im Sicherheits- und Deckenprogramm 2026 wurden drei Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 930.000 € beschlossen:
- K 4156 Sandhausen – St. Ilgen: 455.000 €
- K 4183 bei Ehrstädt: 275.000 €
- K 4279 OD Eschelbronn: 200.000 €
Die Maßnahmen beinhalten Asphaltdeckschichtaustausch, Erneuerung von Binder- und Tragschichten sowie Verbesserungen an Straßenbanketten und Entwässerungsanlagen. Sie sind Teil des Substanzerhaltungskonzepts 2024–2028 und priorisiert nach Zustand, Verkehrsbelastung und Koordination mit anderen Projekten.
Zudem wurde die Schlussabrechnung der Hangsicherung an der K 4101 in Höhe von 730.152,02 € anerkannt. Diese Investitionen tragen dazu bei, die Sicherheit und Qualität des Straßennetzes im Rhein-Neckar-Kreis langfristig zu gewährleisten.
MOBAS: Mobile Atemschutzübungsanlage statt ortsfester Lösung
Der Rhein-Neckar-Kreis verzichtete auf die Planung einer ortsfesten Atemschutzübungsanlage mit Atemschutzwerkstatt und Feuerwehr-Ausbildungszentrum am Standort Leimen. Stattdessen wird eine mobile Atemschutzübungsanlage (MOBAS) beschafft, die flexibel an verschiedenen Standorten eingesetzt werden kann. Dies spart laut Planung über 10 Mio. € gegenüber der ursprünglichen Konzeption.
Die MOBAS ist förderfähig und bereits mit einem Betrag von 473.620 € durch das Regierungspräsidium Karlsruhe bewilligt. Sie ersetzt die Notwendigkeit, ortsfeste Anlagen zu nutzen, und ermöglicht eine effizientere Nutzung der Ressourcen. Die Planung ist jedoch aufgrund von Vergabeverfahren auf 2027/2028 verschoben worden. Die Verwaltung wird Städte und Gemeinden auffordern, Standortvorschläge einzureichen, die anhand einer Bewertungsmatrix beurteilt werden.
Ausblick: Mobilität im Wandel
Die Entscheidungen des Monats März 2026 zeigen, wie der Rhein-Neckar-Kreis aktiv an der Zukunft der Mobilität arbeitet. Die Ausweitung des ÖPNV-Angebots, Investitionen in die Infrastruktur und die Umstellung auf flexible Lösungen im Feuerwehrwesen spiegeln die Herausforderungen moderner Stadtregionen wider.
Die Regiobuslinien tragen dazu bei, den Individualverkehr zu reduzieren und den Nahverkehr attraktiver zu gestalten. Die Straßenbaumaßnahmen sichern die Verkehrsqualität, und die MOBAS-Planung zeigt, dass auch bei Sicherheitsfragen Innovation und Effizienz im Vordergrund stehen.
Quellen
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