Marbacher Monatsrückblick: Wald, Haushalt und Digitalisierung im Fokus
Im März 2026 standen in Marbach am Neckar wichtige Entscheidungen zu Forstwirtschaft, Haushalt, städtebaulichen Projekten und Digitalisierung im Vordergrund. Hier ist der kompakte Überblick.
Wald, Haushalt und Digitalisierung: Das prägte Marbach im März 2026
Was diesen Monat wichtig war
- Der Forstbetriebsplan 2026 für den Marbacher Stadtwald wurde einstimmig genehmigt – mit Schwerpunkt auf Pflege, Sicherung und Holzeinschlag.
- Der Haushalt 2026 wurde beschlossen, trotz eines Defizits von über 4,4 Millionen Euro.
- Der Bebauungsplanentwurf für das Sportzentrum Lauerbäumle wurde einstimmig verabschiedet.
- Die Digitalisierung in der Verwaltung schreitet voran: Rechnungen werden automatisiert und eine neue Website ist in Planung.
- Marbach startet das Projekt „Sorgende Gemeinschaft“, finanziert mit 85.000 Euro Förderung.
Forstwirtschaft und Klimaschutz im Stadtwald
Der Marbacher Stadtwald bleibt auch 2026 ein zentraler Schwerpunkt der Stadtplanung. Der Forstbetriebsplan 2026 wurde von den Ratsmitgliedern einstimmig genehmigt. Er sieht umfassende Pflegemaßnahmen auf 6 Hektar vor, darunter Sicherung von Jungbäumen und ein Holzeinschlag von 1.180 Festmetern. Der Holzverkauf wird auch weiterhin über Versteigerungen an die lokale Bevölkerung erfolgen – ein transparenter und partizipativer Prozess.
Die finanzielle Situation des Stadtwaldes bleibt stabil: Mit einer Fördersumme von 25.430 Euro und einem positiven Ergebnis von 19.528 Euro im Jahr 2026 wird die Forstwirtschaft weiterhin profitabel betrieben. Zudem wurde die Umsetzung der EU-Verordnung zur entwaldungsfreien Lieferkette (EUDR) um ein Jahr verschoben, was die Stadt vor unmittelbaren Umsetzungskosten bewahrt.
Haushalt 2026: Defizit, aber Planungssicherheit
Der Haushalt 2026 wurde einstimmig beschlossen, trotz eines Defizits von 4,488.968 Euro und einem Schuldenstand von 20,5 Millionen Euro. Insgesamt ist die Stadt aber planungssicher: Die Kreditermächtigung für Investitionen beträgt 4,966 Millionen Euro, und ein Finanzierungsmittelüberschuss von 3,128 Millionen Euro ist geplant.
Die Investitionen umfassen unter anderem die Generalsanierung der Grundschule, die Sanierung des Bildungszentrums und den Ausbau der Sportanlagen. Zudem wurde die digitale Teilnahme an Sitzungen ermöglicht, um die Transparenz und Partizipation zu stärken – ein Schritt in Richtung moderner, bürgernaher Verwaltung.
Städtepartnerschaften im Wandel
Die Städtepartnerschaften Marbachs bleiben ein wichtiges Element der internationalen Beziehungen, aber auch eine Herausforderung in der Haushaltsplanung. Im März wurde beschlossen, das Budget für Städtepartnerschaften um 50 % zu kürzen und künftig sparsamer zu organisieren. Dennoch stehen geplante Reisen und Aktivitäten an: So wird eine 22-köpfige Delegation aus Washington, Missouri, im Mai 2026 nach Marbach kommen, und ein Jugendspiel in Tirebolu ist für 2027 vorgesehen.
Zudem wird Marbach am Rielingshäuser Bürgerfest im Juli 2026 mit einem Verkaufstand in Kooperation mit dem Karadeniz Giresunlular BW e.V. vertreten – ein Zeichen für die kulturelle Vielfalt der Stadt.
Cross-topic: Die Balance zwischen Investition und Sparzwang
Zentrale Herausforderung im März 2026 war die Balance zwischen notwendigen Investitionen – insbesondere in Bildung, Sport und Infrastruktur – und den finanziellen Zwängen. Der Haushalt weist zwar ein Defizit auf, aber die Investitionen in Sanierungsprojekte und Digitalisierung zeigen, dass Marbach langfristig denken und zukunftsfähig bleiben will. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Stadt auch in der Verwaltung und bei Städtepartnerschaften sparsamer werden muss – eine Herausforderung, die in den nächsten Monaten besonders in den Fokus rücken wird.
Ausblick
Der April 2026 wird spannend: Neben der Erneuerung von Wasserleitungen und der weiteren Umsetzung des Bebauungsplans Lauerbäumle steht auch die Hissung der Regenbogenfahne (Intersex-Inclusive Progress Pride Flag) im Juni an. Zudem startet das Projekt „Sorgende Gemeinschaft“ und bringt neue Impulse in den sozialen Raum der Stadt. Marbach bewegt sich auf einem Weg der Transformation – und der Monatsberichte zeigen, dass die Stadt dabei sowohl pragmatisch als auch visionär agiert.
Quellen
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