Monatsrückblick Konstanz: Entscheidungen, Debatten und Debüts
Was hat Konstanz in diesem Februar 2026 beschlossen, geändert oder vorgestellt? Ein Überblick über die wichtigsten Themen aus Verwaltung und Politik.
BürgerInnen in den Mittelpunkt
Was diesen Monat wichtig war
- Neuer BürgerInnenrat für das Anwohnerparken: Der Gemeinderat hat beschlossen, einen BürgerInnenrat einzurichten, um im Dialog mit Anwohnern Strategien für den öffentlichen Raum zu entwickeln.
- Sanierung der Deponie-Dorfweiher-Entwässerung: Die Stadt setzt auf langfristige Sicherheit durch die Sanierung des Sickerwasserentwässerungssystems.
- Zuschüsse für soziale Projekte: Der Sperrvermerk für die Beratungsstelle für queere Jugendliche wurde aufgehoben, und auch BioLago erhielt weitere Mittel.
- Grundstücke veräußert: Im Laufe des Monats wurden mehrere Grundstücke ohne Vorkaufsrechte veräußert, darunter in der Maybachstraße und Robert-Koch-Straße.
- Bauturbo-Gesetz in die Praxis umgesetzt: Mit Änderungen der Hauptsatzung wird die Zustimmung zu Bauanträgen zukünftig schneller möglich.
- Internationale Themen im Fokus: Der Internationale Ausschuss hat sich mit der Anschlussunterbringung von Geflüchteten und Festlegungen zum AWOLI Festival befasst.
BürgerInnenbeteiligung und städtische Planung
Die Einrichtung eines BürgerInnenrats für das Thema Anwohnerparken ist ein zentrales Projekt des Monats. Initiiert von der JFK-Fraktion, soll dieser Rat AnwohnerInnen in den Dialog einbeziehen, um Lösungen für den städtischen Verkehrsraum zu erarbeiten. In Litzelstetten wurde außerdem die frühzeitige Beteiligung zur Bebauungsplanung Mainau 2040+ beschlossen, was zeigt, dass Konstanz bei städtebaulichen Entscheidungen transparent und bürgernah vorgeht.
Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Sanierung des Sickerwasserentwässerungssystems der Deponie Konstanz-Dorfweiher. Mit dieser Maßnahme sichert die Stadt langfristig die Umweltverträglichkeit und verhindert potenzielle Gefahren durch alte Abfalldeponien.
Soziale und kulturelle Impulse
Im sozialen Bereich wurde der Sperrvermerk für die Beratungsstelle für queere Jugendliche durch ProFamilia Konstanz e.V. aufgehoben. Dies ermöglicht die Fortführung einer wichtigen psychosozialen Unterstützung in der Stadt. Zudem wurden Zuschüsse für das Projekt BioLago verlängert, was zeigt, dass Konstanz auch in Zukunft auf nachhaltige Lebensmittelproduktion setzt.
Kulturell stand das AWOLI Festival 2026 im Fokus. Der Internationale Ausschuss beschloss einen Zuschuss für dieses Festival, das internationale Künstler_innen und lokale Initiativen verbindet. Zudem wurde ein Bericht über den Workshop der sachkundigen Mitglieder des Internationalen Ausschusses zur Kenntnis genommen, was die internationale Vernetzung der Stadt weiter stärkt.
Grundstücksgeschäfte und Bauvorhaben
Im Februar wurden mehrere Grundstücke veräußert, darunter in der Maybachstraße (10.010 m²) und Robert-Koch-Straße (328 m²). Die Stadt verzichtete auf das Vorkaufsrecht, was im Rahmen der Gemeindeordnung genehmigt wurde. Zudem wurde der Neubau eines Gartenhauses in Litzelstetten genehmigt, was die Freizeitangebote in der Stadt erweitert.
Eine zentrale Rechtsgrundlage für Bauvorhaben ist das „Bauturbo“-Gesetz. Durch die Änderung der Hauptsatzung können Zustimmungen zu Bauanträgen künftig schneller erteilt werden. Dies ist ein Schritt in Richtung effizienter Bauprozesse und stärkerer Wirtschaftsstandortentwicklung.
Kommunikation, Transparenz und Partizipation
Die Stadt setzt auf Transparenz und digitale Zugänglichkeit. So ist die öffentliche Sitzung des Internationalen Ausschusses vom 24.02.2026 auf der Plattform www.konstanz.sitzung-online.de einsehbar. Zudem wurden mehrere Offenlagen genehmigt, wobei keine Einsprüche vorlagen. Die Verwaltung hat zudem schriftliche Stellungnahmen zu Anfragen der FDP-Fraktion abgegeben, etwa zu Themen wie dem Wärmenetz Hafner oder der Smart Green City-Strategie.
Überblick und Ausblick
Der Februar 2026 war in Konstanz geprägt von bürgernaher Planung, sozialer Engagementförderung und klaren baulichen Entscheidungen. Die Stadt setzt auf Nachhaltigkeit, Transparenz und Dialog – nicht nur bei städtischen Projekten, sondern auch bei der Beteiligung der BürgerInnen. Im März wird es spannend, ob der BürgerInnenrat für Anwohnerparken erste Vorschläge vorlegt und wie die Umsetzung der Bauturbo-Vorgaben voranschreitet.
Quellen
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