Klimaschutz und Umwelt in Gottenheim: März 2026 in den Fokus genommen
Im März 2026 setzte die Gemeinde Gottenheim in mehreren Bereichen den Fokus auf Klimaschutz und Umwelt. Von der Sanierung der Schulstraße über den Hochwasserschutz bis hin zur Modernisierung der Grundschule: Die Gemeinderatsentscheidungen zeigen einen klaren Willen, klimafreundliche und nachhaltige Maßnahmen umzusetzen.
Klimaschutz und Umwelt in Gottenheim: März 2026
Die Gemeinde Gottenheim hat sich im März 2026 als aktiver Akteur im Bereich Klimaschutz und Umweltentwicklung positioniert. Zahlreiche Entscheidungen und Vorhaben zeigen, dass Klimaschutz nicht nur ein Oberbegriff ist, sondern in konkreten Projekten und Initiativen umgesetzt wird. Vom Hochwasserschutz über die Sanierung öffentlicher Räume bis hin zur Modernisierung von Schulen – Gottenheim beweist ein breites Bewusstsein für nachhaltige Entwicklung.
Sanierung der Schulstraße: Grünes Herzstück der Gemeinde
Die Sanierung der Schulstraße war ein zentrales Thema der März-Sitzung. Neben der baulichen Instandsetzung standen hier vor allem ökologische Aspekte im Vordergrund. Die Gemeinde setzte auf eine sorgfältige Auswahl an Pflasterarten sowie auf eine vielfältige Bepflanzung mit robusten und klimatisch angepassten Baum- und Straucharten. So wurden beispielsweise Acer campestre 'Elsrijk' oder Quercus robur 'Fastigiata' in die Planung einbezogen.
Zudem wurden Baumschutzmaßnahmen wie Baumroste und Baumschutzbügel vorgesehen, um die Stabilität der Pflanzungen zu gewährleisten. Die Freiraum- und Landschaftsarchitektur wird von Ralf Wermuth durchgeführt, der auch für die Gesamtkoordination verantwortlich ist. Ziel ist es, die Schulstraße nicht nur als Verkehrsader, sondern als grünes Herzstück der Gemeinde zu etablieren.
Hochwasserschutz: Sicherheit für die Zukunft
Ein weiteres zentrales Thema war der Hochwasserschutz. Gottenheim plant, den Schutzgrad HQ 100 zu erreichen – ein Maßstab, der für hohe Sicherheit bei Extremsituationen steht. Dazu werden verschiedene Maßnahmen umgesetzt, darunter der Rückbau einer Kippfalle, der Verschluss eines Wasserkrafteinlaufs und der Neubau eines Hochwasserschutzdammes.
Zudem sind Pegelstellen geplant, die in Echtzeit Daten über Wasserstände liefern und so frühzeitig Warnungen ermöglichen. Die Kosten für die Maßnahmen, die sich auf insgesamt 13.345,50 Euro belaufen, können zu 70 Prozent gefördert werden. Das Ingenieurbüro Fichtner Water & Transportation ist in das Projekt eingebunden und wird in der nächsten Sitzung anwesend sein.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Abstimmung mit übergeordneten Behörden wie dem Regierungspräsidium und dem Landratsamt. Die Machbarkeit des Schutzgrades HQ 100 wird weiter geprüft, und die Vertiefung des Hochwasserschutzkonzepts ist für März 2025 geplant.
Trinkwasserversorgung: Zukunftssicherung durch Kooperation
Ein weiteres Projekt, das im März 2026 entscheidend vorangetrieben wurde, ist die Erstellung eines Strukturgutachtens zur öffentlichen Wasserversorgung im östlichen Kaiserstuhl. Ziel ist es, bis 2050 die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, auch unter den Bedingungen des Klimawandels.
Die Gemeinden Bötzingen, Eichstetten, Gottenheim, March und Umkirch arbeiten an einem gemeinsamen Konzept. Dabei werden Defizite in der Redundanz der Wasserversorgung analysiert und mögliche Maßnahmen wie Sanierungen, Neubauten oder Vernetzungen vorgeschlagen. Die Kosten für das Gutachten liegen bei bis zu 95.000 EUR, wovon 50 Prozent durch Fördermittel abgedeckt werden.
Ein zentraler Punkt ist die Erhebung des aktuellen Wasserbedarfs und der zukünftigen Entwicklungen. Das Gutachten wird auch Handlungsempfehlungen für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen enthalten. Die Gemeinde Eichstetten übernimmt hier die Federführung, und die Fertigstellung des Gutachtens ist für den 30. April 2027 geplant.
Trinkbrunnen und Schulentwicklung: Klimafreundliche Infrastruktur
Zwei weitere Entscheidungen, die im März angenommen wurden, betreffen die Installation von Trinkbrunnen an öffentlichen Plätzen und die Modernisierung der Heizungs- und Lüftungsanlage in der Grundschule.
Die Installation von zwei Trinkbrunnen – am Dorfplatz und auf dem Spielplatz Au – wird als notwendige Maßnahme im Zuge der steigenden Temperaturen im Sommer gesehen. Die Kosten für jedes Modell liegen bei etwa 6.750 EUR, wobei je Brunnen 5.000 EUR durch das Landesförderprogramm Klimopass gefördert werden. Die Brunnenmodelle entsprechen den bereits am Multifunktionsplatz installierten Geräten, wodurch Einheitlichkeit gewährleistet wird.
Die Modernisierung der Grundschule zielt auf die Reduktion des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen ab. Das veraltete Lüftungssystem aus den 1980er-Jahren, das keine Wärmerückgewinnung besitzt, wird ersetzt. Zudem wird geprüft, ob klimafreundliche Alternativen zur Gasheizung aus den 1990er-Jahren in Betracht gezogen werden können. Die Firma Ingenieurbüro Fischer Rickhoff GbR wird mit der Planung und Begleitung beauftragt.
Ausblick: Nachhaltigkeit als gelebte Praxis
Gottenheim zeigt mit diesen Maßnahmen, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht nur politische Floskeln sind, sondern konkret umgesetzt werden. Die Gemeinde investiert in die Zukunft ihrer Bürger, indem sie infrastrukturelle und ökologische Herausforderungen aktiv angeht. Mit dem Ziel, bis 2050 eine klimaresiliente Gemeinde zu sein, setzt Gottenheim Maßstäbe im ländlichen Raum.
Quellen
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