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Soziale Angelegenheiten und Wohnungspolitik in Freiburg: März 2026 im Fokus

📍 Freiburg · Baden-Württemberg
Soziale Angelegenheiten und Wohnungspolitik in Freiburg: März 2026 im Fokus

Im März 2026 standen in Freiburg mehrere Entscheidungen und Initiativen im Bereich Soziales und Wohnungspolitik im Mittelpunkt. Der Beirat für Menschen mit Behinderung und der Ausschuss für Migration und Integration legten Schwerpunkte auf Inklusion, Integration und digitale Angebote. Zudem wurden finanzielle Ressourcen für Sprachkurse freigegeben, um die Arbeitsmarktintegration zu stärken.

Inklusion und Mobilität: Der Beirat für Menschen mit Behinderung im März 2026

Der Beirat für Menschen mit Behinderung tagte am 26. März 2026 und setzte sich mit zentralen Themen wie Mobilität und Inklusion auseinander. Besonders hervorzuheben war der Vortrag zu einem neuen Carsharing-Modell für Rollstuhlnutzende, das von Max Steiner, DEZ III, vorgestellt wurde. Dieses Projekt zielt darauf ab, die Mobilität von Menschen mit Behinderung in Freiburg zu verbessern und damit die Teilhabe am städtischen Leben zu fördern.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt befasste sich mit den Anliegen gehörloser Menschen. Dabei wurden Vertreter*innen der Vereine im „Haus der Hörgeschädigten“ und Mitglieder des Behindertenbeirates eingeladen, um Lösungsansätze für bessere Kommunikationsbedingungen in der Stadt zu diskutieren. Solche Initiativen zeigen, wie Freiburg aktiv daran arbeitet, Barrieren abzubauen und Inklusion voranzutreiben.

Migration und Integration: Der Ausschuss für Migration und Integration in Aktion

Der Ausschuss für Migration und Integration tagte am 12. März 2026 und stand in diesem Monat im Zeichen der Arbeitsmarktintegration und digitalen Unterstützung. Ein Schwerpunkt lag auf dem Tätigkeitsbericht des Kompetenz-Centers für Zugewanderte, das seit 2017 bestehend ist und als zentraler Ansprechpartner für Zugewanderte über 25 Jahren fungiert.

Die Erfolge des Kompetenz-Centers sind beeindruckend: In den Jahren 2024 und 2025 konnten 89,5 % der betreuten Personen in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung vermittelt werden. Zudem fördert das Zentrum Projekte wie „IQ-Projekt Plan A“ und „Job-NETZ“, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Die Lenkungsgruppe des Zentrums bekräftigte zudem im Januar 2026 die Weiterentwicklung des Konzepts, was zeigt, dass die Arbeit hier langfristig angelegt ist.

Digitale Integration: Die Integreat-App und Berufssprachkurse

Ein weiterer Schwerpunkt des Ausschusses war die Integreat-App, Freiburgs digitaler Guide für Zugewanderte. Die App, die in 13 Sprachen Informationen zu Arbeit, Bildung, Gesundheit und Wohnen bereitstellt, wird zunehmend genutzt – vor allem von russisch, türkisch und ukrainisch sprechenden Nutzern. Ziel ist es, die Bekanntheit weiter zu steigern, etwa durch Plakate in Arztpraxen und Vorträge an Berufsschulen. Arbeitgeber sollen zudem als Multiplikatoren gewonnen werden.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Freigabe kommunaler Mittel für Berufssprachkurse. Aufgrund des Rückzugs von Bundesfinanzierung bestand eine Förderlücke für B1-Sprachkurse. Der Ausschuss verabschiedete daher einen Beschluss zur Aufhebung des Sperrvermerks für kommunal geförderte Berufssprachkurse in Höhe von 150.000 Euro. Damit können sechs B1-Kurse für rund 100 Personen gefördert werden, was die Voraussetzungen für den Eintritt in Arbeit und Beschäftigung verbessert.

Ausblick und Herausforderungen

Die Entscheidungen und Initiativen im März 2026 zeigen, wie Freiburg sich aktiv für Inklusion, Integration und digitale Unterstützung einsetzt. Dennoch bestehen Herausforderungen, insbesondere in der Anerkennung ausländischer Abschlüsse und bei der schnellen Vermittlung in Arbeit. Die Weiterentwicklung des Kompetenz-Centers und die Stabilisierung des Sprachkursangebots sind daher zentrale Aufgaben für die kommenden Monate.

Quellen

Sitzung

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